Rennen der Ardennen Woche - Rennverlauf 2010

 

Das Amstel Gold Race

2010 war die Streckenlänge 257,80 Kilometer, mit 31 einzelnen Steigungen. Dabei waren insgesamt 2250 Höhenmeter zu bewältigen. Die relativ kurzen Rampen sind meist nur 500 bis 1200 Meter lang, haben aber zwischen 5 und 10 Prozent Steigung.

Es waren für das Rennen 192 Rennfahrer gemeldet, wegen der Flugverkehrsbehinderungen (Vulkanausbruch in Island) konnten aber nur 177 Fahrer teilnehmen. Es gewann der Belgier Philippe Gilbert vom Omega-Pharma-Lotto-Team vor dem Kanadier Ryder Hesjedal und dem Italiener Enrico Gasparotto. Die Entscheidung fiel erst am letzten Anstieg. Mehrere Hunderttausend Besucher verfolgten das Rennen.

 

Der Wallonische Pfeil-La Flèche Wallonne

2010 fand die 74. Ausgabe des Wallonischen Pfeils statt. Der Startort war Charleroi in der Nähe von Lüttich. Die Renndistanz betrug 198 Kilometer. Es erschienen 197 Fahrer aus 25 Mannschaften zum Einschreiben in die Startliste.
Insgesamt  mussten 10 Anstiege (kurze Rampen, 1,3 - 2,7 Kilometer lang und 3,5 bis 9,3 Prozent steil)  bewältigt werden. Ausser der Zieldurchfahrt war die Mauer von Huy noch zwei mal (bei Renn-Km 67 und bei Renn-Km 168) zu befahren. Die Schlussrunde betrug also 29 km.

Auch in diesem Jahr fiel die Entscheidung erst am Schlussanstieg. Aus einem noch grossen Feld heraus griffen einzelne Fahrer an, so zuerst Andreas Klöden.
Im Ziel siegte der amtierende Weltmeister, der Australier Cadel Evans (Team BMC Racing) vor den Spanieren Joaquim Rodriguez (Team Katusha) und Alberto Contador (Team Astana).
Als Preisgelder gab es für die ersten drei Profis 16.000, 8.000 und 4.000 Euro, der Sieger der Bergwertung erhielt 2.000 Euro.

Die deutschen Fahrer spielten für die Podestplätze keine Rolle, so dass weiterhin Rolf Gölz der einzige deutsche Sieger (1988) des Flèche Wallonne bleibt.

 

Lüttich-Bastogne-Lüttich - Liege-Bastogne-Liege

2010 konnten bei gutem Wetter 197 Fahrer aus 25 Mannschaften das 258 Kilometer lange Rennen durch die Ardennen aufnehmen.
Wegen Strassenarbeiten wurden bei der 96.Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich nur 10 statt der sonst üblichen 11 Anstiege in das Rennprofil eingebaut. Auf den Côte de la Haute-Levée musste bei dem Weg ins Ziel (Ans bei Lüttich) verzichtet werden.

Die Entscheidung fiel an den letzten Anstiegen. An der Redoute (2.1. km lang, 8,4 Prozent Steigung) teilte sich das Feld und kurz nach dem Falkenfelsen ( Roche aux Faucons , 1,5km , 9,9 Prozent Steigung) konnten sich zwei Fahrer absetzen und ihren Vorsprung bis ins Ziel halten.
Es gewann der Kasache Alexandre Vinokourov (Team Astana) vor dem Russen Aleksandr Kolobnev (Team Katusha). Den Sprint der nachfolgend Gruppe gewann der Spanier Alejandro Valverde (Team Caisse D'Epargne)
Der Sieger des Rennens erhielt 20.000 Euro Prämie und der Gewinner der Bergwertung 2.000 Euro.

Die deutschen Fahrer spielten für die Podestplätze keine Rolle, so dass weiterhin Hermann Buse (1930) und Dietrich Thurau (1979) die bisher beiden einzigen deutschen Sieger bleiben.

 

 

Archiv
Philppe Gilbert

Philppe Gilbert - Sieger beim Amstel Gold Race

 

Cadel Evans

Cadel Evans - Sieger beim Wallonischen Pfeli

 

Alexandre Vinokourov

Alexandre Vinokourov - Sieger bei Lüttich-Basogne-Lüttich