E3-Preis Flandern - E3 Prijs Vlaanderen-Harelbeke

Ein Halbklassiker im flämischen Teil Belgiens

 

E3-Preis Flandern (E3 Prijs Vlaanderen-Harelbeke) ist ein Eintagesrennen für Strassenradprofis. 1958 wurde das Rennen erstmals - damals unter dem Namen Harelbeke-Anvers-Harelbeke - ausgetragen. Später wurde es auch unter dem Namen GP E3 Harelbeke bekannt, wobei "E3" von der damals gerade erbauten Autobahn E3 (heute A14) her stammt.

Das Rennen findet seit dem jährlich, jeweils eine Woche vor der Flandern Rundfahrt und ganz kurz vor Gent - Wevelgem, statt. Dabei dient es vielen Rennfahrern als Vorbereitung auf die ersten grossen Höhepunkt der Strassenrennsaison: die Frühjahsklassiker.

E3 Prijs Vlaanderen-Harelbeke wurde von der UCI im Rennkalender der EuropaTour aufgeführt und dort in die Kategorie 1.HC eingestuft. Das Rennen, oft als Halbklassiker bezeichnet, gehörte damit allerdings nicht zur UCI WorldTour.
Dies hat sich mit der Saison 2012 geändert. E3-Preis Flandern gehört nun den WordTour Rennen.

Veranstaltet und organisiert wird der Wettbewerb vom "Hand in Hand Non-Profit-Fahrrad-Club" aus Harlbeke.

Das meist zwischen 200 und 220 km lange Rennen wird auf dem Grote Markt in Harlbeke gestartet. Die zuerst flache Strecke führt dann nach Osten, teilweise wird dabei auf Strassen mit Kopfsteinpflasterbelag gefahren. Der östlichste Streckenpunkt wird meist bei km 90 in Ninove erreicht. Auf dem Weg zurück beginnt der schwierigste Teil der Strecke. Zwischen 12 und 16 kurze steile Anstiege - teilweise mit schlechtem Strassenbelag - sind zu bewältigen. Regen und Wind erschweren oft die Rennbedingungen.

Bekannte Anstiege sind etwa der Patersberg, mit einer durchschnittlichen Steigung von über 12 Prozent und der 2300 m lange Oude Kwaremont, mit einem schwer zu fahrenden Kopfsteinpflasterbelag. 15- 20 km vor dem Ziel in Harlbeke kann dann der Tiegemberg für eine Renn-Vorentscheidung sorgen.

Bei den ersten 19 Austragungen von E3-Preis Flandern gewannen Fahrer aus Belgien, so war allein Rik Van Looy viermal erfolgreich. Als erster Ausländer gewann 1977 Dietrich Thurau. 1991 war noch ein weiterer deutscher Fahrer erfolgreich: Olaf Ludwig.

Tatsächlich zeigt die Siegerliste, dass trotz aller Schwierigkeiten mit Strassenbelag und Anstiegen am Ende sprintstarke Fahrer die besten Siegchancen haben, u.a. Johan Museeuw, Mario Cipollini und Tom Boonen (2004-2007) konnten sich in die Gewinnerliste eintragen.


2013: Fabian Cancellara zum dritten Mal erfolgreich

Fabian CancellaraDer Schweizer Fabian Cancellara (Team RadioShack-Leopard) kann seinen Erfolg von 2010 und 2011 wiederholen. Er gewinnt das Rennen zum dritten Mal.

Fabian Cancellara hatte 35 km vor dem Ziel am Oude Kwaremont aus einer Führungsgruppe heraus angegriffen. Einer 5 Fahrer umfassende Verfolgergruppe gelang es nicht, die Alleinfahrt des Schweizers zu verhindern. Dieser erreichte mit über einer Minute Vorsprung das Ziel. Peter Sagan (Team Cannondale) sicherte sich schließlich ganz knapp vor Daniel Oss (Team BMC) den 2. Platz. Der grosse Favorit Tom Boonen (Team Omega Pharma - Quick Step) gewann den Sprint des kleinen Hauptfelds und belegte damit Rang 7. John Degenkolb (Team Argos Shimano) fuhr als bester Deutscher auf Platz 65.

 

22.03.2013 - Ergebnis - Klassement - E3-Preis Flandern - E3 Prijs Vlaanderen-Harelbeke
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Cancellara, Fabian RLT SUI 05.08'28''
2 Sagan, Peter CAN SVK 00.01'08''
3 Oss, Daniel BMC ITA 00.01'08''

 

 

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Sieger 2014
Peter Sagan (SVK)

Rennverlauf E3-Preis Flandern 2013:
Fabian Cancellara greift 35 km vor dem Ziel am Oude Kwaremont aus einer Führungsgruppe heraus an. Eine 5 Fahrer umfassende Verfolgergruppe konnte, die Alleinfahrt des Schweizers zu verhindern.


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Rennverlauf E3-Preis Flandern 2012:

Eine 10 Fahrer starke Spitzengruppe des Hauptfelds kommt mit einem kleinen Vorsprung auf die Zielgerade. Tom Boonen zieht den Sprint - genau wie bei Omloop Het Nieuwsblad - sehr früh an. Anders als noch vor wenigen Tagen bricht er nicht ein und kann einen ganz knappen Vorsprung vor dem sehr stark aufkommenden dreifachen Weltmeister Oscar Freire behaupten. Dritter wird der Österreicher Bernhard Eisel (Team Sky Procycling), der bei diesem Rennen auf eigene Rechnung fahren konnte.


 


Rennverlauf E3-Preis Flandern 2011:

Am vorletzten Berg führt eine Gruppe  u.a. mit Niki Terpstra (Team Quick Step), Heinrich Haussler, Jürgen Roelandts (Team Omega Pharma-Lotto) und Gustav Larsson (Team Saxobank Sungard). Fabian Cancellara, der mehrere Defekt hatte, liegt aber nur knapp zurück. Am letzten Berg des Tages, dem Tiegemberg schliesst der Schweizer zu den Spitzenreitern auf. Seinem Renntempo können die anderen Fahrer nicht folgen. Er fährt bis zum Ziel noch genau eine Minute Vorsprung heraus und gewinnt.