Gran Premio Miguel Indurain -
Großer Preis Miguel Indurain

Ein Halbklassiker in Spanien

 

Der Gran Premio Miguel Indurain (kurz GP Miguel Indurain) ist ein Eintagesrennen für Strassenradprofis, welches in der Region Navarro, im Nordosten Spaniens gelegen,  stattfindet.

1951 wurde das Rennen erstmals - damals unter dem Namen Campeonato Vasco Navarrro de Montana - ausgetragen. Später wurde es mehrfach umbenannt. Seinen heutigen Namen trägt es erst seit 1999.  Der fünffache Gewinner der Tour de France, Olympiasieger und Weltmeister im Einzelzeitfahren Miguel Indurain (Big Mig) wurde in einem Dorf (Villava) bei Pamplona, der Hauptstadt von Navarro, geboren.

In den ersten Jahren war es ein eher kleines - innerspanisches - Radrennen. Erst Anfang der 90 Jahre (der erste ausländische Sieger war 1991 Roland Leclerc) gewann es an Bedeutung.

Der Gran Premio Miguel Indurain wird seit 2005 vom Internationalen Radsportverband UCI im Rennkalender der EuropaTour aufgeführt und dort bis 2012 in die Kategorie 1.HC und danach in die Kategorie 1.1. eingestuft. Das Rennen, oft schon als Halbklassiker bezeichnet, gehört damit allerdings nicht zur UCI WorldTour Rennserie.

Das Rennen findet seitdem jährlich, jeweils Ende März oder Anfang April statt. Der genaue Streckenverlauf wechselt zwar jährlich, es wird aber meist eine Schleife rund um die Stadt Estella gefahren. Die Ziellinie befindet sich fast immer an der Basilica del Puy in Estella, die nach einem rund 900 Meter langen Anstieg (mit 8,3 Prozent durchschnittlicher Steigung) erreicht wird.

Andere Durchfahrtsstädte der Region sind etwa Pamplona,Tudela, Baranain, Burlada und Tafalla.

Das Streckenprofil des rund 180 km langen Rennens ist heute ein ständiges "auf und ab". Die fortlaufenden relativ kurzen, aber heftigen Steigungen erinnern an die Rennen in Flandern. Längere flache Streckenabschnitte fehlen fast völlig und so sind auch kurz vor dem Ziel noch Anstiege zu bewältigen.

In der Siegerliste fehlen daher auch die reinen Sprinter. Die besten Chancen haben bergfeste Allrounder bzw. Rundfahrtspezialisten. Den Gran Premio Miguel Indurain konnten u.a. Pedro Delgado, Alex Zülle, Francisco Mancebo, Stefano Garzelli, David de la Fuente und Joaquim Rodriguez schon gewinnen.

Immerhin vier Siege gingen auch an deutsche Fahrer. Je zweimal gewannen Matthias Kessler (2003, 2004) und Fabian Wegmann (2006, 2008) das Rennen.

Veranstaltet und organisiert wird der Wettbewerb vom Club Ciclista Estella nach den Regeln und Vorgaben der UCI.


2013: Simon Spilak gewinnt im Alleingang

Auch wenn das Rennen zurück gestuft wurde (Kat.1.1) nahmen dennoch Fahrer von sieben ProTeams teil. Start- und Zielort war erneut Estella.

Der Slowene Simon Spilak vom russischen ProTeam Katusha erreicht als Solist das Ziel. Er war lange Zeit Teil einer Ausreisergruppe. 40 km vor dem Ziel liess er seine letzten beiden Begleiter hinter sich. Simon Spilak gewinnt mit  92 Sekunden Vorsprung vor dem Basken Igor Anton Hernandez (Team Euskaltel-Euskadi). Der Amerikaner Peter Stetina (Team Garmin-Sharp) sichert sich noch den dritten Platz auf dem Podium. Der grosse Favorit Alejandro Valverde (Team Movistar) musste mit Rang vier vorlieb nehmen.

 

30.03.2013 - Ergebnis - Klassement - Gran Premio Miguel Indurain 2013
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Spilak, Simon KAT SLO 04.50'46''
2 Anton, Igor EUS ESP 00.01'32''
3 Stetina, Peter GRS USA 00.01'34''

 


 

Das Rennen 2012 Gran Premio Miguel Indurain

Das Rennen 2011 Gran Premio Miguel Indurain

 

 

 

Anzeige

 


Rennverlauf Gran Premio Miguel Indurain 2013:

Der Slowene Simon Spilak von russischen ProTeam Katusha erreicht als Solist das Ziel. Er hat 92 Sekunden Vorsprung auf den Basken Igor Anton Hernandez (Team Euskaltel-Euskadi).

 


Rennverlauf Gran Premio Miguel Indurain 2012:

Auf den letzten 430 km erhöht sich das Renntempo und durch die vielen kurzen Anstiege zerfällt das Feld in mehrere Gruppen. 3 km vor dem Ziel liegen 12 Fahrer in Front. Nicht dabei ist Daniel Moreno (Team Katusha), der es aber als einziger der Fahrer aus dem Peloton schafft zu den Spitzenreitern aufzuschliessen. Dabei zeigt er insbesondere bei der letzten Abfahrt sein ganzes Können. Auf dem Schlussanstieg lässt Daniel Moreno seine Konkurrenten stehen. Er gewinnt das Rennen vor Mikel Landa Meana (Team Euskaltel-Euskadi) und Angel Madrazo (Team Movistar).

 

Fabian Wegmann

Fabian Wegmann konnte den Gran Premio Miguel Indurain 2006 und 2008 gewinnen.

 


Rennverlauf Gran Premio Miguel Indurain 2011:

Verschiedene Ausreissversuche scheiterten und so kommt eine grössere Spitzengruppe mit rund 25 Fahrern zum letzten Berg vor dem Schlussanstieg. Der Russe Alexander Kolobnev (Team Katusha) nimmt einen kleinen Vorsprung mit auf die Abfahrt. Beim sehr steilen Schlussanstieg nach Estella reichten seine Kräfte aber nicht aus. Der Olympiasieger Samuel Sanchez (Team Euskaltel-Euskadi) kann noch an ihm vorbeisprinten und das Rennen gewinnen.