Der Grand Prix Cycliste de Montréal

Ein neues Rennen im UCI ProTour Kalender

 

Der Grand Prix Cycliste de Montréal ist ein Eintagesradrennen für Strassenradprofis. Es wurde am Sonntag den 12. September 2010 erstmalig ausgetragen und gehört zur UCI ProTour. Es ist damit das zweite ProTour Rennen in Nordamerika und bildet mit dem nur zwei Tage vorher stattfindenden Rennen Grand Prix Cycliste de Québec das "Kanadische Wochenende" (Canadian Weekend) der ProTour.

Die UCI (International Cycling Union) beabsichtigt mit diesen Rennen weiter zu expandieren und neue Regionen für den Profiradsport zu erschliessen; sie nennt es eine weitere Globalisierung des Radsports. Die europäische Begeisterung für den Hochleistungs-Profiradsport soll damit nach ganz Nordamerika exportiert werden.

Die erste Austragung des Grand Prix Cycliste de Montréal findet auf einem 12,1 km langen Rundkurs im Stadtgebiet von Montréal statt. Start und Ziel ist am North of the Georges-Étienne Cartier Monument auf der Avenue du Parc, das Universitätsgelände von Montreal wird umfahren. Der Rundkurs ist 16x zu befahren. Pro Runde sind, bei drei Anstiegen 229 Höhenmeter (insgesamt also 3664 Höhenmeter) zu bewältigen. Der erste Anstieg nach 2 km - Côte Camilien-Houde - ist 1.800 Meter lang bei einer durchschnittlichen Steigung von 8 Prozent, der zweite Anstieg nach 6km - Côte de la Polytechnique - ist 780 Meter lang bei einer durchschnittlichen Steigung von 6 Prozent und der dritte Anstieg, kurz vor dem Rundenende - Avenue du Parc - ist 560 Meter lang bei einer durchschnittlichen Steigung von 4 Prozent. Die maximale Steigung beim zweiten Anstieg beträgt 11 Prozent, bei einer Länge von 200 Metern.

Die Renndistanz ist mit 193,6 km für ein ProTour Eintagesrennen zwar relativ kurz, dennoch dürfte die Strecke schwer genug sein, eine rein auf Massensprint ausgelegte Renngestaltung zu vermeiden. Echte Klassikerspezialisten sollten auf diesem Kurs eine gute Chance haben.

Der Grand Prix Cycliste de Montréal 2010 wird teilweise auf der gleichen Strecke ausgetragen wie die UCI Weltmeisterschaft 1974. Den Weltmeistertitel gewann damals Eddy Merckx.

Organisiert wird das Rennen vom kanadischen Sportveranstalter Groupe Serdy, der u.a. schon den Grand Prix Cycliste des Amériques (Men’s Road World Cup, 1988–1991) und die Trans-Canada Tour (1999) veranstaltet hat.

Neben den 18 ProTour Teams hatte der Veranstalter bei der ersten Austragung des Rennens drei Continental Pro Team (BBox Buoygues Telecom, BMC Racing Team und Cofidis), sowie ein kanadisches Nationalteam eingeladen. Die Mannschaften treten mit jeweils 8 Profis an, es nehmen also 176 Fahrer am Rennen teil. Die  Renndauer lag bei ungefähr 5 Stunden. 

 


2013: Peter Sagan gewinnt nach Angriff 5,8 km vor dem Ziel

Der grosse Favorit Peter Sagan (Team Cannondale) lässt es nicht auf einen Sprint ankommen. Nachdem er auf den letzten 15 Rennkilometern einige Lücken selbst zufahren musste (Teamkollegen hatte er keine mehr zur Verfügung), entschließt er sich 5,8 km vor dem Ziel zum Angriff, den er erfolgreich beendet. Der Italiener Simone Ponzi (Team Astana) und der Kanadier Ryder Hesjedal (Team Garmin-Sharp) belegen die Plätze zwei und drei.

 

Ergebnis - Klassement - Grand Prix Cycliste de Montréal 2013
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Sagan, Peter CAN SVK 05.20'07''
2 Ponzi, Simone AST ITA 00.00'04''
3 Hesjedal, Ryder GRM CAN 00.00'04''

 

 

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Rennverlauf Grand Prix Grand Prix Cycliste de Montréal 2013:
Der grosse Favorit Peter Sagan (Team Cannondale) lässt es nicht auf einen Sprint ankommen. Nachdem er auf den letzten 15 Rennkilometern einige Lücken selbst zufahren musste, entschließt er sich 5,8 km vor dem Ziel zum Angriff, den er erfolgreich beendet.

 


Rennverlauf Grand Prix Cycliste de Montréal 2012:

Lars Petter Nordhaug kann sich kurz vor dem Ziel absetzen. Er gewinnt vor Moreno Moser und Alexandr Kolobnew.

 


Rennverlauf Prix Cycliste de Montréal 2011:

Der Vorstoss von Rui Da Costa (Team Movistar), Pierrick Fedrigo (Team FDJ) und Stefan Denifl (Team Leopard-Trek) sieht eigentlich nicht erfolgversprechend aus. Im Grunde arbeiten die drei Ausreisser auch nicht richtig zusammen. Fast alle Führungsabeit wird von Stefan Denifl übernommen.

Stefan Denifl verteidigt die Führung der Gruppe bis 200 Meter vor dem Ziel. Dann wird er von seinen beiden Begleitern überspurtet. Rui Da Costa gewinnt den Grand Prix Cycliste de Montréal 2011 vor Pierrick Fedrigo. Aus der nachfolgenden Gruppe sprintet Philippe Gilbert noch auf Platz 3.

 


Rennverlauf Prix Cycliste de Montréal 2010:

10 km vor dem Ziel tritt Robert Gesink an. Er nutzt am Anstieg seine Fähigkeiten als guter Bergfahrer und reisst schnell eine Lücke von etwa 10 Sekunden. Eine Gruppe mit 6 Fahrern setzt nach, da sich aber mit Peter Sagan (LIQ) und Edvald Boasson Hagen (SKY) zwei ganz sprintstarke Leute darin befinden, ist man sich bei der Führungsarbeit nicht einig. Gerade Ryder Hesjedal (GRM) und Samuel Sanchez (EUS) wollen die Arbeit im Wind nicht alleine übernehmen und so rettet Robert Gesink einen minimalen Vorsprung ins Ziel. Er gewinnt den Grand Prix Cycliste de Montréal 2010 vor Peter Sagan und Ryder Hesjedal .