Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Ein Rennen der UCI EuropaTour in Deutschland

 

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt ist ein Eintagesrennen für Strassenradprofis. 1962 wurde das Rennen erstmals - unter dem heute noch bekannteren Namen "Rund um den Henninger-Turm" - ausgetragen und ist damit eines der traditionsreichsten Radrennen in Deutschland.

Der Wettbewerb findet jährlich jeweils am 1.Mail statt. Er bildet damit oft den Abschluss der wichtigen Eintagesrennen der Radsportfrühjahrssaison. Schon wenig später beginnt dann die Zeit der grossen Etappenrennen.

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt wird vom Internationalen Radsportverband UCI im Rennkalender der EuropaTour aufgeführt und dort in die Kategorie 1.HC eingestuft. Nach dem UCI WorldTour Rennen Vattenfall Cyclassics in Hamburg ist es damit das wichtigste Eintagesrennen in Deutschland.

Veranstaltet und organisiert wird der Wettbewerb seit Anfang an von der Gesellschaft zur Förderung des Radsports , welche 1961 von den Brüdern Hermann und Erwin Moos gegründet wurde. Der Geschäftsführer ist heute Bernd Moos-Achenbach.

Diesem ist es gelungen, nach Ausscheiden des Hauptsponsors, der Henninger Brauerei (Radeberger Gruppe), die Veranstaltung trotzdem weiter zu führen. Seit 2008 sind die Städte Eschborn und Frankfurt an der Finanzierung massgeblich beteiligt.

Bis 2008 lagen Start und Ziel des Rennens im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen nahe dem Henninger-Turm. Nach einem kurzen Intermezzo 2009 (Ziel in Riedberg) findet der Start heute auf dem Gelände eines Möbelvertriebs in Eschborn statt. Die Zielankunft, nachdem noch drei Schlussrunden zu fahren sind, ist vor der Alten Oper in der Innenstadt von Frankfurt.

Wie schon seit 1962 findet der grösste Teil des rund 200 km langen Rennens auf Strecken innerhalb des Mittelgebirges Taunus statt. Dort sind recht steile, allerdings nicht sehr lange Anstiege zu bewältigen. Die Strassenverhältnisse sind - verglichen etwa mit den Rennen in Belgien - sehr gut.

Traditionell wird der höchste Berg im Taunus, der 881 Meter hohe Feldberg befahren. Neben dem Schulberg in Eppstein ist besonders der Anstieg am Mammolshainer Berg eine besondere Attraktion des Rennens.

Auch wenn der Rundkurs durch den Taunus das Rennen schwer macht, sind die Anstiege doch zu kurz und liegen zu weit vor dem Ziel, um rennentscheidend zu sein. Auch Fahrer mit etwas Zeitrückstand finden bis zur den Schlussrunden meist wieder Anschluss. Die Entscheidung fällt daher meist erst auf den letzten Rennkilometern.

In der Siegerliste des Rennens finden sich neben einigen ganz grossen Namen, wie  Eddy Merckx, Freddy Maertens, Phil Anderson, Michele Bartoli und Stefano Garzelli auch Aussenseiter und natürlich auch recht viele deutsche Fahrer. Hennes Junkermann, Rudi Altig, Gregor Braun, Olaf Ludwig, Erik Zabel, Kai Hundertmarck, Patrik Sinkewitz und Fabian Wegmann konnten schon gewinnen.

Die Zuschauerzahlen an der Strecke sind immens hoch. Sie lagen in machen Jahren bei über einer Million und damit durchaus im Bereich der Frühjahresklassiker.

Die 52.Auflage des Rennens fand am 1.Mai 2013 statt. Zum Rennverlauf

Die 51.Auflage des Rennens fand am 1.Mai 2012 statt. Zum Rennverlauf

Die 50.Auflage des Rennens fand am 1.Mai 2011 statt. Zum Rennverlauf

 

 

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Rennverlauf Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt 2013
Der Slowene Simon Spilak und die beiden Italiener Moreno Moser und Domenico Pozzovivo arbeiten hervorragend zusammen. Sie kommen mit rund 25 Sekunden Vorsprung auf die drei letzten  Rennrunden in der Innenstadt von Frankfurt an. Eigentlich sollte es den Sprinterteams gelingen, auf rund 10 Rennkilometern die Lücke zu schliessen. Tatsächlich verrechnet sich das Peloton. Simon Spilak hat die meisten Kraftreserven.

 


Rennverlauf Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt 2012

Vier Fahrer komme mit deutlichen Vorsprung vor dem Peloton auf die Zielgerade. Das Team Liquigas-Cannonade ist mit zwei Profis vertreten. Moreno Moser greift als erster an. Sein Teamkollege Dominik Nerz darf natürlich nicht folgen und geht ans Hinterrad der anderen beiden. Tony Martin und Sergey Firsanov sehen für sich gegen die taktischem Möglichkeiten des italienischen Teams keine Chance mehr und fahren Moreno Moser nicht hinterher.

 


Rennverlauf Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt 2011:

Auf die Schlussrunden in der Innenstadt von Frankfurt kommt so ein etwa 70 Fahrer grosses, geschlossenes Feld an. Einzelne Angriffe sind bei den starken Mannschaften mit guten Sprintern aussichtslos und scheitern schnell.
Da die Taunus-Berge doch zu einigen Aufgaben geführt haben, sind einige Sprintspezialisten, wie etwa Mark Cavendish auf der Zielgeraden vor der Alten Oper nicht mehr dabei. John Degenkolb findet innen eine Lücke und übersprintet auf den letzten Metern noch seine Konkurrenten. Er gewinnt vor Jerome Baugnies und Michael Matthews.

 

Fabian Wegmann Fabian Wegmann kann das Rennen 2009 und 2010 gewinnen.