Scheldepreis Flandern - Der Grote Scheldeprijs

Ein Halbklassiker im flämischen Teil Belgiens

 

Der Scheldepreis Flandern (Grote Scheldeprijs) ist ein Eintagesrennen für Strassenradprofis. 1907 wurde das Rennen erstmals - initiiert vom belgischen Radsportverband BWB - ausgetragen und ist damit eines der ältesten Radrennen in Flandern.

Das Rennen findet jährlich (ausser von 1915-1918 und 1940-1941), jeweils Anfang April statt. Dabei dient es vielen Rennfahrern als Vorbereitung auf weitere grosse Höhepunkt der Strassenradsportsaison, wie etwa Paris-Roubaix und Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Der Scheldepreis Flandern wird von der UCI im Rennkalender der EuropaTour aufgeführt und dort in die Kategorie 1.HC eingestuft. Das Rennen, oft als Halbklassiker bezeichnet, gehört damit allerdings nicht zur UCI WorldTour.

Veranstaltet und organisiert wird der Wettbewerb heute vom Schoten Radsportverein.

Das meist etwa 200 km lange Rennen wird im Zentrum von Antwerpen auf dem Grote Markt gestartet. Ein kurzes Stück der Strecke führt dann am Ufer der Schelde entlang um dann in Schoten, einige Kilometer nordöstlich von Antwerpen gelegen, richtig loszugehen. Bis das Ziel, die Avenue Churchill, vor dem Rathaus in Schoten wieder erreicht wird, geht es in einer etwa 150 km langen Schleife durch die Provinz Antwerpen. Vor dem Ziel werden dann noch einmal drei Runden von je 15 km gefahren.

Auf der gesamten Strecke sind einige Abschnitte mit neuerem Kopfsteinpflaster zu bewältigen. Diese sind zwischen 1500 und 3000 Meter lang, steigen aber nicht an. Die Qualität des Belags ist deutlich besser als bei anderen Rennen in Flandern.

Das insgesamt flache Streckenprofil, die recht kurze Renndistanz, die passablen Strassenverhältnisse und das meist recht gute Wetter führten in den letzten Jahren jeweils zur Massensprints auf der Zielgeraden. Der Scheldepreis Flandern ist also ein Rennen für Sprintspezialisten. In früheren Jahren kamen aber schon manchmal Ausreisser - etwa vom Schlage eines Eddy Merckx - durch.

In der Siegerliste des Rennen finden sich Fahrer wie Walter Godefroot, Roger de Vlaeminck, Jean-Paul van Poppel, Mario Cipollini, Robbie McEwen, Mark Cavendish, Alessandro Petacchi und Tyler Farrar.

Auch zwei deutsche Fahrer konnten den Scheldepreis Flandern schon gewinnen: Dietrich Thurau (1978) und Erik Zabel (1997).


2013: Marcel Kittel erneut erfolgreich

Marcel KittelMarcel Kittel vom niederländischen Team Argos Shimano kann seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Er verweist im Sprint eines rund 90 Fahrer grossen Hauptfelds den Briten Mark Cavendish (Team Omega Pharma -Quick Step) und den Niederländer Markus Barry (Team Vacansoleil-DCM) auf die Plätze 2 und 3. Sein Teamkollege Tom Veelers hatte ihm den Sprint angezogen.

Während des Rennens hatte es viele Stürze gegeben und das Peloton war teilweise - verursacht durch heftigen Seitenwind - in mehrere Gruppen zerrissen. Bedingt durch das flache Streckenprofil kam es am Ende aber doch, wie schon in den vergangenen Jahren, zu einem Massensprint.

 

03.04.2013 - Ergebnis - Klassement - Scheldepreis Flandern
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Kittel, Marcel ARG GER 04.41'00''
2 Cavendish, Mark GBNR OPQ 00.00'00''
3 Barry, Markus VCD NED 00.00'00''

 


Der Rennverlauf 2012, Der Rennverlauf 2011

 

 

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Rennverlauf Scheldepreis Flandern 2013

Marcel Kittel vom niederländischen Team Argos-Shimano kann seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Er verweist im Sprint eines rund 90 Fahrer grossen Hauptfelds den Briten Mark Cavendish und den Niederländer Markus Barry auf die Plätze 2 und 3. Sein Teamkollege Tom Veelers hatte ihm den Sprint angezogen.

 


Rennverlauf Scheldepreis Flandern 2012

Auf der glatten Strasse ereignet sich rund 4 km vor dem Ziel eine erster grösserer Sturz. Durch die Unruhe bei der Anfahrt zu Ziel gelingt es keinem Team mehr einen "richtigen" Sprinterzug aufzubauen. Theo Bos  hat noch einen Helfer an seiner Seite. Dieser zieht den Sprint an. Marcel Kittel ist aber zur Zeit einfach der Schnellste. Er ist zwar auf sich alleine gestellt, kann aber an Theo Bos vorbei fahren. Tyler Farrar kommt zwar auf den letzten Metern stark auf, aber nicht mehr vorbei. Er muss sich mit Platz 2 begnügen.

Mark Cavendish

Mark Cavendish gewann den Scheldepreis Flandern 2007  2008 und 2011.

 


Rennverlauf Scheldepreis Flandern 2011:

Insbesondere die Teams Sky und Garmin-Cervelo fahren an der Spitze und versuchen einen Sprinterzug aufzubauen. Kurz nach der letzten Linkskurve vor dem Ziel werden aber alle sprinttaktischen Überlegungen durch einen recht spektakulären Sturz, verursacht möglicherweise durch Wouter Weylandt (Team Leopard-Trek), über den Haufen geworfen. Der Sieger des Rennens von 2007 und 2008, der Brite Mark Cavendish liegt schon relativ weit vorne und wird so durch den Sturz nicht beeinträchtigt. Er gewinnt recht überlegen vor Denis Galimzyanov, dem neuen Sprintstar aus Russland. Dritter wird  Yauheni Hutarovich aus Weissrussland.