Tre Valli Varesine

Ein Halbklassiker in der Lombardei

 

Der Tre Valli Varesine ist ein Eintagesrennen für Strassenradprofis. Es wurde erstmals 1919 veranstaltet und gehört zu einer Serie von drei Rennen, die jährlich Mitte August an drei aufeinanderfolgenden Tagen in der Lombardei ausgetragen werden.

Zusammen mit den anderen beiden Rennen - Coppa Agostoni und Coppa Bernocchi - wird Tre Valli Varesine seit 2005 im UCI Europe Tour Kalender aufgeführt. 2011 wird es erstmals in die höchste Kategorie (1.HC) eingestuft. Das meist rund 200 km lange Rennen wird teilweise als Halbklassiker bezeichnet.

Veranstaltet und organisiert wird der Wettbewerb heute von der Societa Ciclistica Alfredo Binda aus Varese.

Der genaue Streckenverlauf wechselt zwar von Ausführung zu Ausführung, gestartet wird aber zumeist in einer Stadt am Luganersee (Lago die Lugano). Nach langen Streckenabschnitten am Seeufer wird dann - nach der Fahrt über hügeliges Gelände - der Lago Maggiore erreicht. Nach einigen Abstechern auf rund 700 Meter hoher Berge wird schliesslich das dritte Tal (Tre Valli) am Lago di Varese angesteuert.

Nachdem ein Rundkurs befahren wird, fällt die Rennentscheidung spätestens auf der recht stark ansteigenden Zielgeraden in der Stadt Varese.

Das Streckenprofil von Tre Valli Varesine - in einer wunderbaren Landschaft - ist eigentlich nicht besonders anspruchsvoll. Dennoch führen das häufige Auf und Ab, die Länge des Rennens und die teilweise schwierigen Strassenverhältnisse meist zu einer starken Selektion im Fahrerfeld.

Wie auch die Siegerliste - stark dominiert von Fahrern aus Italien - zeigt, haben reine Sprinter eigentlich keine Siegchance. Es standen bisher insbesondere viele Rundfahrer und Klassikerspezialisten auf dem Siegerpodest von Tre Valli Varesine.

Fast alle grossen italienischen Radstars konnten einen Erfolg bei diesem Rennen verbuchen, so z.B. Alfredo Bovet, Gino Bartali, Fausto Coppi, Gianni Motta, Francesco Moser, Giuseppe Saronni, Claudio Chiappucci und Stefano Garzelli.

Zu den wenigen nicht aus Italien stammenden Siegern gehören neben Eddy Merckx auch zwei Deutsche: Gregor Braun (1981) und Fabian Wegmann (2004)

Die 92. Auflage von Tre Valli Varesine wurde am 14. August 2012 ausgetragen. Zum Rennbericht

Die 91. Auflage von Tre Valli Varesine wurde am 16. August 2011 ausgetragen. Zum Rennbericht

 

 

 

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2013
Austragungstermin 23. August
Sieger: Kristijan Durasek (Team Lampre-Merida)

 


Rennverlauf Tre Valli Varesine 2012:
In einer 11 Fahrer starken Spitzengruppe ist das Team Europcar mit dem Franzosen Thomas Voeckler und dem Kanadier David Veilleux vertreten. Der Kapitän Thomas Voeckler unternimmt mehrere Ausreisserversuchen.
Jedes Mal setzten Fahrer anderer Teams nach und schliessen die Lücke. Als 17 km vor dem Ziel David Veilleux angreift, können die anderen Teams keine effektive Verfolgung mehr organisieren.

 


Rennverlauf Tre Valli Varesine 2011:

Während Peter Sagan, der Sieger der Polen-Rundfahrt, das angeschlagene Tempo auf den letzten Rennkilometern auch nicht halten kann, greift Vincenzo Nibali an. Davide Rebellin und Domenico Pozzovivo können aber nicht nur mitgehen, sondern sich sogar vom Vuelta a Espana Sieger des Jahres 2010 lösen. Dabei leistet besonders Domenico Pozzovivo die meiste Führungsarbeit. 300 Meter vor dem Ziel attackiert Davide Rebellin. Seinem Antritt hat der Bergspezialist Domenico Pozzovivo nichts entgegenzusetzen. Er wird mit rund 4 Sekunden Rückstand Zweiter.  

 

Fabian Wegmann

Fabian Wegmann - der Sieger 2004