Das Amstel Gold Race

Ein Frühjahrsklassiker in den Niederlanden

 

Das Amstel Gold Race ist wohl das bedeutendste Eintages-Strassenradrennen in den Niederlanden. Es wird seit 1966 jährlich veranstaltet. Die Strecke verläuft rund um Maastricht. Bis 2002 war dort meist auch die flache Zielankunft. Danach wurde die Strecke wesentlich schwieriger gestaltet und die Zielankunft findet nach einer etwa 1.200 Meter langen Steigung auf dem Cauberg in Valkenburg statt.

Der konkrete Streckenverlauf wechselt zwar von Ausführung zu Ausführung, charakteristisch sind aber immer die rund 30 kurzen, aber heftigen Anstiege. Diese Rampen sind im allgemeinen nur 500 bis 1200 Meter lang, haben aber zwischen 5 und 10 Prozent Steigung. Insgesamt sind pro Rennen immer mehr als 2.000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Streckenlänge liegt jeweils zwischen 250 und 270 km.

Die Hauptschwierigkeiten für die Rennfahrer stellen die vielen Richtungsänderungen und Verkehrsinseln dar, sowie die häufigen Kreisverkehre. Weiterhin sind die Strassen bzw. Wege zum Teil sehr schmal. Es wird allerdings nicht - wie bei den Rennen in Flandern - auf Kopfsteinpflaster gefahren. Die Anforderungen an die Konzentration sind auf jeden Fall sehr hoch. Defekte und Stürze kommen häufig vor.

Das Amstel Gold Race zählt zu den Frühjahresklassiker und ist mit dem Wallonischen Pfeil sowie Lüttich-Bastogne-Lüttich Teil der Ardennen-Woche. Es eröffnet jeweils an einem Sonntag im April diese Trilogie.

Das Rennen gehörte bis 2004 zum Rad-Weltcup danach teilweise zur UCI ProTour. Heute gehört es zur neuen UCI WoldTour und damit zu den absolut wichtigsten Radrennen.

Organisiert und veranstaltet wird das Amstel Gold Race von Leo van Vliet und Emiel Frambach aus den Niederlanden. Der Namensgeber des Rennens, die Bierbrauerei Amstel, ist nach wie vor der Hauptsponsor.

Bedingt durch den Anstieg auf dem letzten Rennkilometern (Cauberg in Valkenburg) ist ein Massensprint sehr unwahrscheinlich. Wie auch die Siegerliste zeigt, gewinnen meist Rundfahrt- oder Klassikerspezialisten diesen Wettbewerb.

Der Cauberg in ValkenburgDer Cauberg in Valkenburg

Bereits erfolgreich waren u.a. Eddie Merckx, Jan Raas, Bernard Hinault, Johan Museeuw, Bjarne Riis, Davide Rebellin, Damiano Cunego und Philippe Gilbert.

Auch drei Deutsche konnten das Amstel Gold Rennen schon gewinnen: Olaf Ludwig (1992), Erik Zabel (2000) und Stefan Schumacher (2007). 

Der Rennverlauf 2012

Der Rennverlauf 2011

 

 

 

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Rennverlauf Amstel Gold Race 2013

Der Tscheche Roman Kreuziger vom Team Saxo-Tinkoff kann sich rund 10 km vor dem Ziel aus einer kleinen Spitzengruppe lösen. Er kommt mit rund 20 Sekunden Vorsprung -auf das klein gewordene Hauptfeld- zum Schlussanstieg. Seine Kraftreserven reichen und er verteidigt seine Führung bis ins Ziel.

 


Rennverlauf Amstel Gold Race 2012

Sprint am Cauberg: Oscar Freire wird nach einer mutigen Attacke noch kurz vor dem Ziel von drei Fahrern überholt. Kurzzeitig liegt Peter Sagan in Führung, dann kommt von hinten noch Jelle Vanendert an ihm vorbei. Die grössten Kraftreseven hat aber der bis dahin völlig unauffällig fahrende Italiener Enrico Gasparotto. Er fängt beide Konkurrenten auf den letzen Metern noch ab und gewinnt das Amstel Gold Race 2012 mit einer Radlänge Vorsprung vor Jelle Vanendert.

Der Cauberg in Valkenburg

 


Rennverlauf Amstel Gold Race 2011:

Auch in diesem Jahr fällt die Entscheidung Entscheidung erst am letzten Anstieg, dem Cauberg in Valkenburg. Rund 300 Meter vor dem Ziel wird Andy Schleck von der Gruppe der Favoriten eingeholt. Der Belgier Philippe Gilbert hat die meisten Kraftreserven und gewinnt den langen Schlusspurt von vorne, vor dem Spanier Joaquin Rodriguez. Der Australier Simon Gerrans (Team Sky) belegt den dritten Platz.

 

Die Monumente des Radsports

Mailand-San Remo
Flandern-Rundfahrt
Paris-Roubaix
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Lombardei-Rundfahrt


Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern

Gent-Wevelgem
Amstel Gold Race
Wallonischer Pfeil
Clasica San Sebastian
Paris -Tours