Gent–Wevelgem - Rennverlauf 2011

Tom Boonen gewinnt den Frühjahrsklassiker

 

Zur 73. Auflage des flämischen Klassikers Gent-Wevelgem treten 198 Fahrer aus 25 Radrennteams an. Neben den in der UCI WorldTour immer startberechtigten ProTeams hat der Veranstalter noch 7 Professional Continental Teams eingeladen.

Vor dem 205 km langen Rennen, dass auch 2011 im Wesentlichen auf der traditionellen Route ausgetragen wird, zählten insbesondere Fahrer wie Tom Boonen (Team Quick Step), Juan Antonio Flecha (Team Sky), Filippo Pozzato (Team Katusha) Thor Hushovd (Team Garmin Cervelo) und Pilippe Gilbert (Team Omega Pharma-Lotto) zu den Favoriten. Der Sieger des Vorjahrs, der Norweger Edvald Boasson Hagen (Team Sky) ist wegen einer Achillessehnenverletzung nicht am Start. Der Gewinner des Klassikers Mailand-Sanremo, Matthew Harley Goss (Team HTC-Highroad), hat schon vor Rennbeginn gesundheitliche Probleme und muss nach rund 100 Rennkilometern aufgeben.

Nach 28 km können sich vier Fahrer vom Hauptfeld absetzen. Peter Sagan und Marciej Bodnar (beide Team Liquigas-Doimo), Sylvain Chavanel (Team Quick Step) und Ian  Stannard (Team Sky) können einen ansehnlichen Vorsprung herausfahren. Fast scheint es so, als käme diese Gruppe durch.

Im Feld rechnen sich aber die vielen Sprinter eine gute Siegchance aus. Ihre Teams wechseln sich bei der Nachführarbeit gut ab und so verringert sich der Zeitabstand zum Führungsquartett zusehends.

Rund 3km vor dem Ziel ist Marciej Bodnar mit den Kräften am Ende und er wird von dem nun schon viel kleiner gewordenem Feld eingeholt.

Sylvain Chavanel rechnete sich wohl gegen die beiden Fahrer von Liquigas-Doimo keine Chance aus. Als Ian Stannard antritt, konterte er den Angriff nicht. Peter Sagan  fährt natürlich seinem Teamkameraden nicht hinterher.

Ian Stannard kommt noch alleine auf die Zielgerade, aber das Feld mit allen Sprintern  ausser dem vorher abgehängten Mark Cavendish, schiesst 100 Meter vor dem Ziel an ihm vorbei.

Im Sprint gewinnt Tom Boonen vor Daniele Bennati und Tyler Farrar. Andre Greipel belegt den vierten Platz und wird damit bester Deutscher. Der belgische Ex-Weltmeister hat offensichtlich seine Sprintstärke, zumindest bei schweren Rennprofilen, wieder gefunden.

Im Zielraum ereignet sich noch ein recht heftiger Sturz, in den Joann Offerdo (Team FDJ) und Leonardo Duque (Team Cofidis) verwickelt sind. Beide bleiben aber weitgehend unverletzt.

 

Ergebnis - Klassement - Gent–Wevelgem 2011
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Boonen, Tom QST BEL 04.35'00''
2 Bennati, Daniele LEO ITA 00.00'00''
3 Farrar, Tyler GRM USA 00.00'00''
4 Greipel, Andre OLO GER 00.00'00''
5 Mondory, Lloyd ALM FRA 00.00'00''

 

 

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Rennverlauf 2011:

Lombardei-Rundfahrt
Paris-Tours
Clasica San Sebastian
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Wallonischer Pfeil
Amstel Gold Race
Paris-Roubaix
Flandern-Rundfahrt
Gent-Wevelgem
Mailand-Sanremo

Marciej Bodnar

Marciej Bodnar fährt zusammen mit 3 anderen Ausreissern 170 km lang vor dem Hauptfeld. Er wird 3km vor dem Ziel gestellt.

 

Die Monumente des Radsports

Mailand-San Remo
Flandern-Rundfahrt
Paris-Roubaix
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Lombardei-Rundfahrt - Rennverlauf 2010


Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern (mit den Siegern 2010)

Gent-Wevelgem: Bernhard Eisel
Amstel Gold Race: Philippe Gilbert
Wallonischer Pfeil: Cadel Evans
Clasica San Sebastian: Luis Leon Sanchez
Paris -Tours: Oscar Freire