Gent–Wevelgem

Ein Frühjahrsklassiker des Radsports

 

Gent-Wevelgem ist eines der bedeutendsten Eintagesrennen für Strassenradprofis. Der Wettbewerb wird seit 1934 jährlich (ausgenommen 1940-1944), jeweils  im Frühjahr, veranstaltet.

Das Rennen war Teil der ProTour und  gehört ab 2011 zur UCI WordTour Rennserie. Bedingt durch sein Alter, die Tradition, die Streckengestaltung und vor allem der Begeisterung der Zuschauer wird es im vielfach zu den Frühjahrsklassikern des Radsport gezählt.

Während früher der Start des Rennens in Gent erfolgte, geht es heute (ab 2004) auf dem Markt von Deinze (südwestliche von Gent gelegen) los. Das Ziel ist nach wie vor in Wevelgem. Der konkrete Streckenverlauf wechselt zwar jährlich, es wird aber meist in nordwestlicher Richtung ans Meer gefahren.

Von Ostende aus führt die Stecke wieder ins Landesinnere in die flämischen Ardennen. Im mittleren Teil des ansonsten flachen Rennen sind - fas immer auf zwei Schleifen - schwere Mittelgebirgsanstiege zu bewältigen. Die schwierigste Aufgabe ist traditionell der Kemmelberg. Bei einigen Experten gilt er als schwerster Anstieg in Flandern (noch vor der Mauer von Geraardsbergen und dem Kluisberg).

Neben einer grossen Steigung ist es besonders der Kopfsteinpflasterbelag, der den Fahrern Schwierigkeiten bereitet.

Da die Ansteige relativ weit vor dem Ziel liegen und auch nicht besonders lang sind, können sie nur sehr selten das Feld spalten. Auf der flachen Strecke nach Wevelgem gelingt es möglichen Ausreissern fast nie, einen entscheidenden Vorsprung heraus zu arbeiten und so kommt es bei Gent-Wevelgem, anders als bei den meisten Rennen in Flandern, sehr oft zu einem Massensprint.

Seit 2010 wurde das Streckenprofil allerdings etwas schwerer gestaltet. Ob und in wieweit dies die Siegchancen der Sprinter verringert, wird sich die nächsten Jahre zeigen.

In die Siegerliste konnten sich z.B. Djamolidine Abdoujaparov, Mario Cipollini, Tom Steels, Tom Boonen, Thor Hushovd und Oscar Freire eintragen. In früheren Jahren kamen schon auch manchmal Ausreisser durch, wie Bernard Hinault, Eddy Merckx oder Francesco Moser.

Zwei deutsche Fahrer konnten Gent-Wevelgem schon gewinnen: Andreas Klier (2003) und Marcus Burghardt (2007).

Der Wettbewerb wird heute vom Royal Flying Wheel Velo Club organisiert. Am Rande seien noch die Preisgelder erwähnt. Der Sieger erhält 16.000, der Zweite 8.000 und der Dritte 4.000 Euro. Bis zu Platz 20 gibt es noch etwas zu verdienen, so dass insgesamt 47.600 Euro ausgeschüttet werden.

Zum Rennbericht 2013
Zum Rennbericht 2012

2011 fand das um die 200 km lange Rennen am Sonntag, den 27. März statt. Zum Rennbericht

 

 

 

 

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Sieger 2014
John Degenkolb (GER)

Peter Sagan gewinnt Gent–Wevelgem 2013

5 km vor dem Ziel attackierten in der Spitzengruppe zunächst Heinrich Haussler und danach Stijn Vandenbergh (Team Omega Pharma - Quick Step) erfolglos. 1.000 Meter später erfolgte der rennentscheidende Angriff des Slowaken Peter Sagan (Team Cannondale). Er riss sofort eine grosse Lücke.


 


Tom Boonen gewinnt Gent-Wevelgem 2012

Den Sprint auf der Zielgeraden zieht Oscar Freire an. Wie vor wenigen Tagen beim E3-Preis Flandern zeigt wiederum Tom Boonen seine ganze Klasse. Er hält einen recht langen Sprint durch und gewinnt vor Peter Sagan. Matti Breschl (Team Rabobank) schiebt sich auf Platz 3.

 

Edvald Boasson Hagen

2009 gewinnt der Norweger Edvald Boasson Hagen das Rennen Gent-Wevelgem.


Rennverlauf Gent-Wevelgem 2011:

Im Massensprint gewinnt Tom Boonen vor Daniele Bennati und Tyler Farrar. Andre Greipel belegt den vierten Platz und wird damit bester Deutscher.


 

Die Monumente des Radsports

Mailand-San Remo
Flandern-Rundfahrt
Paris-Roubaix
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Lombardei-Rundfahrt

Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern

Gent-Wevelgem
Amstel Gold Race
Wallonischer Pfeil
Clasica San Sebastian
Paris -Tours