Lombardei-Rundfahrt

Ein Monument des Radsports

 

Die Lombardei-Rundfahrt (Giro di Lombardia, Tour of Lombardy) ist eines der bedeutendsten Eintagesrennen für Strassenradprofis. Der Wettbewerb wird seit 1905 jährlich im Herbst veranstaltet. Während das Rennen früher zum Weltcup zählte, später dann zur ProTour, gehört es heute zur UCI WorldTour. Es markierte lange den Abschluss der Strassen-Radsportsaison.

Bedingt durch seine Tradition, seine Streckengestaltung, die Stimmung am Rande des Rennens, die einzigartige Landschaft und der Position im Rennkalender gilt die Lombardei-Rundfahrt als der Herbstklassiker schlechthin. Zusammen mit den Frühjahresklassikern Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix und Lüttich-Bastogne-Lüttich wird es zu den fünf Monumenten des Radsports gezählt. Ein Sieg bei diesen Rennen ist also für den einzelnen Fahrer besonders sportlich wertvoll.

Früher wurde das "Rennen der fallenden Blätter" wie der Giro di Lombardia häufig auch genannt wird von der Gazzetta dello Sport veranstaltet und organisiert. Diese Aufgabe wird heute vom Mailänder Medienunternehmens RCS Sport übernommen.

Der konkrete Streckenverlauf hat sich über die Jahre oft sehr verändert, führt aber immer durch die norditalienische Region Lombardei, wobei jeweils der Lago di Como (Comer See), der drittgrösste See Italiens, umfahren wird.

Von 1905 bis 1960 war Mailand der Start- und Zielort des Rennens. Später war bis 1984 Como das Ziel der Lombardei-Rundfahrt, dann wurden teilweise die Städte Monza, Bergamo, Mendrisio und Cantu für Start- oder Ziel ausgewählt. Seit 2010 geht es erneut in Mailand los und die Fahrstrecke führt wieder nach Como. Ab 2011 ist das Ziel in Lecco einem kleinen Städtchen am Comer See.

Anstiege wie von Bellagio zur Madonna del Ghisallo bei Magreglio werden traditionell ins Streckenprofil eingebaut und machen das Rennen sehr schwer. Die Strecke ist meist - wie es sich für einen richtigen Klassiker gehört - über 250 Kilometer lang.

Eigentlich haben reine Sprinter - wie auch die Siegerliste zeigt - bei diesem anspruchsvollen Rennen keine Siegchance, es ist ein Wettbewerb für die Klassikerspezialisten. Der Rekordgewinner ist der "Campionissimo" Fausto Coppi, der das Rennen 5 mal erfolgreich gestalten konnte. Auf dem Siegerpodest standen weiterhin u.a. Alfredo Binda, Gino Bartali, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Laurent Jalabert, Damiano Cunego und Paolo Bettini. Die beste Platzierung eines deutschen Fahrers erzielte Fabian Wegmann, der 2006 Dritter wurde.


2013: Joaquin Rodriguez erneut erfolgreich

Nach vielen erfolglosen Ausreisserversuchen - u.a. von Thomas Voeckler (Team Europcar)- kommt ein kleines Hauptfeld zum letzten Anstieg. Dort kann sich - rund 8 km vor dem Ziel - der Vorjahressieger Joaquin Rodriguez (Team Katusha) entscheidend absetzen.

Sein spanischer Landsmann Alejandro Valverde (Team Movistar) belegt Rang 2 und der Pole Rafal Majka (Team Saxo-Tinkoff) vervollständigt das 3. das Podium.

Der neue Weltmeister Rui Da Costa (Team Movistar) kommt als 38. ins Ziel. Marcus Burghardt (Team BMC Racing) wird als bester Deutscher 44. Insgesamt können nur 53 Fahrer das Rennen zu Ende fahren.

 

Ergebnis - Klassement - Lombardei-Rundfahrt 2013
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Rodriguez, Joaquin KAT ESP 06.10'18''
2 Valverde, Alejandro MOV ESP 00.00'17''
3 Majka, Rafal TST POL 00.00'23''
4 Martin, Daniel GRM IRL 00.00'45''
5 Gasparotto, Enrico AST ITA 00.00'45''

 

 

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Lombardei-Rundfahrt 2013:
Sieger: Joaquin Rodriguez (Team Katusha)

Lombardei-Rundfahrt 2012:
Sieger: Joaquin Rodriguez (Team Katusha)

Lombardei-Rundfahrt 2011:
Sieger: Oliver Zaugg (Team Leopard Trek)

Lombardei-Rundfahrt 2010:
Sieger: Philippe Gilbert (Team Omega Pharma-Lotto)

 

Philippe Gilbert

Philippe Gilbert

 

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