Paris-Roubaix - Rennverlauf 2011

Johann van Summeren gewinnt das Monument des Radsports

 

Zur 109. Auflage der "Der Hölle des Nordens" treten 197 Fahrer aus 25 Mannschaften an. Neben den in der UCI WorldTour immer startberechtigten ProTeams hat der Veranstalter noch 7 Professional Continental Teams, darunter auch das deutsche Netap Team, eingeladen.

Vor dem 258 km langen Rennen, dass 2011 über 27 Kopfsteinpflasterstrecken (Paves)im Wesentlichen auf der traditionellen Route ausgetragen wird und wieder im Velodrom von Roubaix endet, zählten insbesondere Fahrer wie der dreimalige Sieger Tom Boonen (Team Quick Step), Vorjahressieger Fabian Canellara (Team Leopard Trek) und Filippo Pozzato (Team Katusha) zu den Favoriten. In das Rennprofil sind in diesem Jahr Kopfsteinpflastersektoren in einer Gesamtlänge von 51,50 km eingebaut.

Nachdem Paris-Roubaix bei trockenem, sonnigem Wetter gestartet ist, beginnen sofort die ersten Attacken. Verschiedentlich können sich einzelne Gruppen vom Feld absetzen, ohne einen sehr grossen Vorsprung herauszufahren.

Gerade der mittlere Teil des Rennens ist von vielen technischen Defekten und Stürzen geprägt. So hat Tom Boonen zuerst einen Defekt und als er versucht, seinen Rückstand zum Feld aufzuholen, stürzt er. Damit war für einen Mitfavoriten das Rennen zu Ende. Auch Sylvain Chavanel wurde durch äussere Umstände um alle Siegchancen gebracht.

Rund 50 km vor dem Ziel liegt eine Gruppe mit 17 Fahrern etwa 1 Minute vor dem nun recht kleinen Hauptfeld mit den meisten Favoriten. Fabian Cancellara tritt an und versucht zur Spitzengruppe aufzuschliessen. Der Weltmeister Thor Hushovd (Team Garmin-Cervelo kann das Hinterrad des Schweizers genauso halten wie Alessandro Ballan (Team BMC Racing). Während der Italiener wohl am Rande seiner Leistungsfähigkeit fährt, übernimmt Thor Hushovd ganz bewusst keine Führungsarbeit. In der Spitzengruppe ist sein Team vertreten. Damit verbietet die normale Renntaktik seine Tempoarbeit beim Nachführen.

Fabian Cancellara will nun nicht die ganze Arbeit alleine machen und dazu noch einen schnellen Konkurrenten wie Thor Hushovd mit nach vorne bringen. Er bricht den Angriff ab.

In der Spitzengruppe wird attackiert und so sind rund 15 km vor dem Ziel nur noch vier Profis vorne. Dem Antritt des Belgiers Johann van Summeren (Team Garmin-Cervelo) können Maarten Tjallingii (Team Rabobank), Gregory Rast (Team Radioshack) und Lars Ytting Bak (Team HTC-Highroad) nicht folgen. Er kommt alleine im Velodrom von Roubaix an. Johann van Summeren gewinnt mit 19 Sekunden Vorsprung vor Fabian Cancellara, der auf den letzten Kilometern noch einen Angriff gefahren ist.

Ein Grund für den Sieg des Aussenseiters Johann van Summeren war sicher die hervorragende Taktik seines Teams.  Das Team Leopard von Fabian Cancellara war wohl von den Helfern her auch zu schwach besetzt um gegenhalten zu können.

Als bester deutscher Fahrer belegte John Degenkolb (Team HTC-Highroad) den 19. Platz.

 

Ergebnis - Klassement - Paris-Roubaix 2011
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 van Summeren, Johann GRM BEL 06.07'28''
2 Cancellara, Fabian LEO SUI 00.00'19''
3 Tjallingii, Maarten RAB NED 00.00'19''
4 Rast, Gregory RSH SUI 00.00'19''
5 Bak, Lars Ytting THR DEN 00.00'21''

 

 

 

Anzeige

 

Rennverlauf 2011:

Lombardei-Rundfahrt
Paris-Tours
Clasica San Sebastian
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Wallonischer Pfeil
Amstel Gold Race
Paris-Roubaix
Flandern-Rundfahrt
Gent-Wevelgem
Mailand-Sanremo

 

Die Monumente des Radsports

Mailand-San Remo
Flandern-Rundfahrt
Paris-Roubaix
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Lombardei-Rundfahrt - Rennverlauf 2010


Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern (mit den Siegern 2010)

Gent-Wevelgem: Bernhard Eisel

Amstel Gold Race: Philippe Gilbert

Wallonischer Pfeil: Cadel Evans

Clasica San Sebastian: Luis Leon Sanchez

Paris -Tours: Oscar Freire


 

Fabian Cancellara

Fabian Cancellara konnte 2011 bei Paris-Roubaix seinen Vorjahressieg zwar nicht verteidigen. Er wurde aber immerhin Zweiter.