Der Wallonische Pfeil

Philippe Gilbert gewinnt La Flèche Wallonne 2011

 

Zur 75. Auflage des Wallonischen Pfeils treten 199 Fahrer aus 25 Mannschaften an. Neben den in der UCI WorldTour immer startberechtigten ProTeams hat der Veranstalter noch 7 Professional Continental Teams eingeladen.

Vor dem Start des 201 km langen Rennen, das auch 2011 im Wesentlichen auf der traditionellen Route stattfindet und von Charleroi, in der Nähe von Lüttich, nach Huy führt, zählten insbesondere Fahrer wie Alberto Contador (Team Saxo Bank Sungard), Philippe Gilbert (Team Omega Pharma-Lotto), Andy und Frank Schleck (beide Team Leopard Trek), Robert Gesink (Team Rabobank) und Joaquin Rodriguez (Team Katusha) zu den grossen Favoriten. Der Titelverteidiger Cadel Evans (Team BMC) ist verletzungsbedingt nicht am Start.

In das Rennprofil sind in diesem Jahr 10 kurze, aber giftige Anstiege eingebaut. Die berüchtigte Mauer von Huy (frz.: Mur de Huy) ist dabei neben der Zielankunft noch zweimal zu befahren.

Nachdem der Wallonische Pfeil bei trockenem, sonnigen, warmen und windstillen Wetter gestartet ist, beginnen sofort die ersten Attacken. Es kann sich dabei eine Gruppe von vier Fahrern absetzen. Schon nach 45 Rennkilometern beträgt ihr Vorsprung über 16 Minuten.

Aus der Ausreissergruppe heraus sichert sich der Belgier Preben von Hecke (Team Topsport Vlaanderen-Mercator) 26 Bergpunkte und gewinnt damit diese Sonderwertung. Sein Landsmann Maxime Vantomme (Team Katusha) erspart mit seinem Vorstoss zumindest dem eigenen Team die Arbeit im Feld. Diese wird hauptsächlich von Saxo Bank Sungard und Leopard Trek geleistet.

Als es 30 km vor dem Ziel zum zweiten Mal die Mauer von Huy hochgeht, sind die Ausreisser fast eingeholt und das Team Omega Pharma-Lotto übernimmt die Führungsarbeit. Wie schon wenige Tage vorher beim Amstel Gold Race hält dabei insbesondere Jürgen van den Broeck das Renntempo so hoch, dass alle Ausreissversuche zum Scheitern verurteilt sind.

Ein noch über 100 Fahrer grosses Hauptfeld kommt fast geschlossen zum 1,3 km langen, bis zu 18 Prozent steilen Schlussanstieg. Die Entscheidung über den Sieg beim Wallonischen Pfeil fällt also auch 2011 an der "Mauer der Wahrheit".

Philippe Gilbert hat mit Jelle Vanendert (genau wie 3 Tage zuvor beim Amstel Gold Rennen) noch einen Helfer dabei. Dieser zieht für ihn den langen Sprint an.

Joaquin Rodriquez (Team Katusha) kann diesem Antritt nicht folgen, ist aber noch deutlich stärker als die anderen Favoriten wie Andy Schleck (Platz 7) und Alberto Contador (Platz 11). Mit einem sehr starken Schlussspurt kann sich der Olympiasieger Samuel Sanchez (Team Euskaltel-Euskadi) noch den dritten Platz sichern.

Bester deutscher Fahrer wird Paul Martens. Er belegte den 10.Platz. 139 Fahrer kommen in die Wertung.

 

Ergebnis - Klassement - Wallonischer Pfeil 2011
         
Pos Fahrer Team Land Zeit/Abstand
1 Gilbert, Philippe OLO BEL 04.54'57''
2 Rodriguez, Joaquin KAT ESP 00.00'03''
3 Sanchez, Samuel EUS ESP 00.00'05''
4 Vinokourov, Alexandre AST KAZ 00.00'06''
5 Anton, Igor EUS ESP 00.00'06''

 

 

 

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Rennverlauf 2011:

Lombardei-Rundfahrt
Paris-Tours
Clasica San Sebastian
Wallonischer Pfeil
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Amstel Gold Race
Paris-Roubaix
Flandern-Rundfahrt
Gent-Wevelgem
Mailand-Sanremo

 

Philippe Gilbert

Philippe Gilbert gewinnt den Wallonischen Pfeil 2011.

Die Monumente des Radsports

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Lombardei-Rundfahrt - Rennverlauf 2010


Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern (mit den Siegern 2010)

Gent-Wevelgem: Bernhard Eisel

Amstel Gold Race: Philippe Gilbert

Wallonischer Pfeil: Cadel Evans

Clasica San Sebastian: Luis Leon Sanchez

Paris -Tours: Oscar Freire