Der Wallonische Pfeil

Eintagesrennen - World Tour Rennen - La Flèche Wallonne

 

Der Wallonische Pfeil (La Flèche Wallonne) ist ein Eintagesrennen für Radprofis.
Es findet seit 1936 jährlich (ausser 1940) im wallonischen Teil Belgiens - zum grössten Teil in den Ardennen - statt und gehört zu den Höhepunkten der Radsportsaison.
Während die Renndistanz  früher bis zu 300 km betrug, werden in den letzten Jahren nur noch rund 200 Kilometer gefahren. Wegen der relativ geringen Länge des Rennens ist der Wallonische Pfeil auch kein echter Frühjahrsklassiker, sondern eher ein traditionsreicher Halbklassiker.

Von 2005 bis 2009 gehörte dieses Profiradrennen zur UCI ProTour, ab 2010 war es im UCI Wold Calendar (als HIS – Historische Rennen) vertreten. Seit 2011 gehört der Wallonische Pfeil zur neuen UCI WorldTour Rennserie.

Traditionell findet das Rennen mittwochs statt und zwar zwischen den Ardennenrennen Amstel-Gold-Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich. Es gehört daher auch zum „weekend ardennais“.

Die Streckenführung wechselt jährlich, aber immer ist das Ziel in Huy. Dort findet eine Art Bergankunft statt. Die "Mauer von Huy" (frz.: Mur de Huy) - auch als "Mauer der Wahrheit" oder als "Die steile Wand" bezeichnet - hat eine Länge von rund 1.300 Metern bei einer durchschnittlichen Steigung von 9,3 Prozent und einzelnen Teilsteigungen von bis zu 19 Prozent. Die Mauer von Huy ist eine unvorstellbar schwere Rampe.

Daneben sind aber noch rund 10 weitere Anstiege (kurze Rampen, 1,3 - 2,7 Kilometer lang und 3,5 bis 9,3 Prozent steil) zu bewältigt.

Der Start findet in Charleroi, in der Nähe von Lüttich gelegen, statt. Die Strassen bei diesem Radrennen sind relativ breit und der Belag ist recht gut. Es wird fast nie auf Kopfsteinpflaster gefahren.

Organisiert und veranstaltet wird der Wallonische Pfeil von der A.S.O., also dem Veranstalter der Tour de France.

Bedingt durch den Anstieg auf dem letzten Rennkilometern (Mauer von Huy) ist ein Massensprint praktisch ausgeschlossen. Wie auch die Siegerliste zeigt, gewinnen meist Rundfahrt- oder Klassikerspezialisten diesen Wettbewerb.

Bereits erfolgreich waren u.a. Fausto Coppi, Ferdy Kübler, Eddie Merckx, Bernard Hinault, Laurent Fignon, Laurent Jalabert, Davide Rebellin und 2010 Cadel Evans.

Auch ein Deutscher konnte den Fleche Wallonne schon gewinnen: Rolf Gölz (1988).

2013 fand die 77. Ausgabe des Wallonischen Pfeils statt. Zum Rennbericht

2012 fand die 76. Ausgabe des Wallonischen Pfeils statt. Zum Rennbericht

2011 fand die 75. Ausgabe des Wallonischen Pfeils statt. Zum Rennbericht

 

 

Anzeige

 


Rennverlauf Wallonische Pfeil 2013

Während Philippe Gilbert die Kräfte schwinden und er die Lücke zu Carlos Alberto Betancur nicht schliessen kann, schiesst Daniel Moreno 200 Meter vor dem Ziel aus dem Windschatten heran. Er lässt den Weltmeister stehen und überholt Carlos Betancur. Der Spanier Daniel Moreno gewinnt La Fleche Wallonne 2013 vor Sergio Luis Henao (Team Sky Procyling), der sich auf den letzten Metern auch noch an seinem kolumbianischen Landsmann Carlos Betancur vorbei schiebt.

 


Rennverlauf Wallonische Pfeil 2012:

Joaquin Rodriguez gewinnt durch einen starken Antritt 400 Meter vor dem Ziel. Mit 4 Sekunden Rückstand belegt Michael Albasini Rang 2. Vorjahressieger Philippe Gilbert wird Dritter. Weiter...

 


Rennverlauf Wallonische Pfeil 2011:

Auch bei dieser Auflage des Rennens fällt die Entscheidung an der Mauer von Huy. Philippe Gilbert gewinnt vor Joaquin Rodriguez und Samuel Sanchez. Weiter...

 

Cadel Evans

Cadel Evans, der australische Weltmeister gewinnt 2010 das Rennen.

 

Die Monumente des Radsports

Mailand-San Remo
Flandern-Rundfahrt
Paris-Roubaix
Lüttich-Bastogne-Lüttich
Lombardei-Rundfahrt


Folgende Rennen zählen wir noch zu den Klassikern

Gent-Wevelgem
Amstel Gold Race
Wallonischer Pfeil
Clasica San Sebastian
Paris -Tours