Oscar Freire

 

Der 1976 in Torrelavega/Spanien geborene Oscar Freire ging in der Saison 2012 für das russische ProTeam Katusha an den Start gehen. Nach der Weltmeisterschaft in Limburg/Niederlande beendete es seine aktive Karriere.

Zwei Jahre fuhr Oscar Freire beim kleinen spanischen Team Vitalicio Seguros. Nachdem er völlig überraschend 1999 die Strassenweltmeisterschaft in Verona/Italien gewann, wechselte er zur Saison 2000 zum damaligen Spitzenteam Mapei-Quick Step. Auch für diese Mannschaft konnte er riesige Erfolge einfahren, so gewann er einen Weltmeistertitel (2001 in Lissabon/Portugal), zwei Vuelta a Espana Etappen und eine Tour de France Etappe.

Nach seinem Weichsel zum niederländischen Team Rabobank, dem er neun Jahre treu blieb, war Oscar Freise einer der erfolgreichsten Fahrer im Profiradsport. So gewann er 2004, wieder in Verona/Italien, seinen dritten Weltmeistertitel auf der Strasse und konnte weitere Etappensiege bei den Rundfahrten von Spanien und Frankreich einfahren.

Oscar FreireOscar Freire ist in dieser Zeit einer der endschnellsten Sprinter im Feld. Anders als viele Sprintkollegen verfügt er aber zusätzlich über Klassikerfahrer-Fähigkeiten und damit eine grosse Tempohärte. Für seine Sprints benötigt er keinen Sprinterzug, sondern kommt - höchstens mal mit einem Anfahrer - auch gut alleine zurecht. Dabei profitiert er von seinem Rennverständnis, seinen taktischen Fähigkeiten und seinen Steuerkünsten. Konkurrenten mit unfairer Fahrweise, etwa mit plötzlichen Richtungswechseln, Remplern oder gar Griffen in den Lenker zu behindern, entspricht nicht seiner sauberen Fahrweise.

Gerade wichtige, schwere Rennen, bei denen es am Ende zu einem Sprint aus einer  Gruppe von Fahrern kommt, sind das Terrain von Oscar Freire. So gewinnt er neben seinen drei Weltmeistertiteln auch dreimal Mailand-Sanremo und ist bei Paris-Tours sowie Gent Wevelgem jeweils einmal erfolgreich. Ein so anspruchsvolles Rennen wie Lüttich-Bastogne-Lüttich kann er zwar nicht gewinnen, ist bei seinen neun Teilnahmen aber oft recht weit vorne platziert.

Oscar FreireDie Saison 2011 verlief für Oscar Freire nicht ganz so erfolgreich. Teilweise wurde sogar ein Ende seiner Karriere erwartet. Mit seinem Teamwechsel zu Katusha wollte sich einer der erfolgreichsten Fahrer des letzten Jahrzehnts aber wohl noch einmal beweisen. Sein Etappensieg bei der Tour Down Under, immerhin einem Rennen der WorldTour, zeigte, dass Oscar Freire durchaus noch nicht zum alten Eisen gehört.

Bei der Strassen-WM in Limburg fuhr er noch auf einen 10.Rang. Danach erklärte er sein Karriereende.

 

 

 

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Wichtigste Erfolge
1999 Weltmeister - Strasse
2000 2 Etappen Vuelta a Espana
2001 Weltmeister - Strasse
2002 Etappe Tour de France
2004 Weltmeister - Strasse
2004 Etappe Vuelta a Espana
2004 Etappe Tirreno–Adriatico
2004 Mailand–Sanremo
2005 3 Etappen Tirreno–Adriatico
2005 Tirreno–Adriatico
2005 Pfeil von Brabant
2006 Etappe Tirreno–Adriatico
2006 Etappe Baskenland-Rundfahrt
2006 Etappe Tour de Suisse
2006 2 Etappen Tour de France
2006 Vattenfall Cyclassics
2007 Mailand–Sanremo
2007 Pfeil von Brabant
2007 3 Etappen Vuelta a Espana
2008 2 Etappen Tirreno–Adriatico
2008 Gent–Wevelgem
2008 Etappe Tour de Suisse
2008 Etappe Tour de France
2008 Etappe Vuelta a Espana
2009 2 Etappen Tour de Romandie
2010 Mailand-San Remo
2010 2 Etappen Baskenland-Rundfahrt
2010 Paris-Tours
2012 Etappe Tour Down Under


Letzte Teams
2000-2002 Mapei-Quick Step
2003-2011 Rabobank
2012 Katusha
Karriereende


 

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