Robbie McEwen

 

In der Saison 2012 ging der 1972 in Brisbane (Australien) geborene, Robbie McEwen für das neue australische ProTeam Orica-GreenEdge an den Start gehen. Er kam vom amerikanischen Team RadioShack, bei dem er nur eine Saison unter Vertrag stand.

Robbie McEwen begann seine Laufbahn als Profiradsportler beim niederländischen Team Rabobank. Neben einem Etappenerfolg bei der Murcia-Rundfahrt und Siegen bei kleineren Rennen gewann er auch die Schlussetappe der Tour de France 1999.

Die meisten australischen Rennfahrer kommen von der Bahn. Robbie McEwen ist aber eher der Typ eines Mountainbikers. Für ihn steht insbesondere die Radbeherrschung im Vordergrund. Seine exzellenten Steuerkünste, sein Durchsetzungsvermögen verbunden mit seinen Sprintfähigkeiten brachten ihm in seiner Zeit beim Team Lotto (Lotto-Domo, Davitamon-Lotto, Predictor-Lotto, Silence-Lotto) sehr viele Erfolge ein.  In den Jahren 2002 bis 2008 gehörte Robbie McEwen zu den weltweit erfolgreichsten Sprintern.

Dreimal (2002, 2004 und 2006) gewinnt Robbie McEwen die Punktwertung (Grünes Trikot) der Tour de France. Jeweils 12 Etappen bei der Tour de France und beim Giro d'Italia kann er siegreich beenden. Beim Klassiker Paris-Brüssel steht er fünfmal auf dem Siegerpodest.

Praktisch alle Erfolge erzielt Robbie McEwen nach einem Massensprint. Alleinankünfte, etwa nach frühzeitigen Attacken sind nicht seine Sache.


Robbie McEwen (Mitte) bei der Tour Down Under 2012

Anders als viele seiner Konkurrenten, wie etwa Alessandro Petacchi, verzichtete Robbie McEwen auf einen Sprinterzug. Ihm stand meist nur ein Anfahrer seines Teams zur Verfügung. Teilweise musste sich der Australier auch als Einzelkämpfer durchschlagen. Dabei legte er - vielleicht notgedrungen - oft eine etwas ruppige Fahrweise an den Tag, was ihm nicht nur Freunde unter den anderen Sprintern einbrachte.

Robbie McEwenSeit seinem Wechsel zum russischen Team Katusha (2009) wurden die Rennerfolge deutlich weniger. Zum einen hat sich Robbie McEwen bei dieser Mannschaft scheinbar nicht besonders wohl gefühlt, zum anderen hat seine Sprintfähigkeit mit dem Alter nachgelassen. Eine Entwicklung hin etwa zu einem Rundfahrer wollte oder konnte Robbie McEwen ohnehin nicht vollziehen.

Dass Robbie McEwen beim Team GreenEdge als Anführer etwa für Matthew Harley Goss eingesetzt wird, ist eher unwahrscheinlich. Er wird wohl versuchen, kleinere Rennen zu gewinnen.

Nach der Kalifornien-Rundfahrt hat Robbie McEwen seine Karriere als aktiver Radrennfahrer beendet. Er wechselt ins Management des Teams Orica-GreenEdge.

 

 

 

 

Anzeige

 

Wichtigste Erfolge
1996 Etappe Murcia-Rundfahrt
1999 Etappe Tour de France
2000 Etappe Tour Down Under
2001 2 Etappen Herald Sun Tour
2002 4 Etappen Tour Down Under
2002 Scheldepreis Flandern
2002 2 Etappen Paris-Nizza
2002 2 Etappen Giro d'Italia
2002 2 Etappen Tour de France
2002 Paris-Brüssel
2003 Etappe Tour Down Under
2003 2 Etappen Giro d'Italia
2003 Etappe Tour de Suisse
2004 2 Etappen Tour Down Under
2004 2 Etappen Tour de Suisse
2004 Etappe Giro d'Italia
2004 2 Etappen Tour de France
2005 3 Etappen Tour Down Under
2005 3 Etappen Giro d'Italia
2005 Etappe Tour de Suisse
2005 3 Etappen Tour de France
2005 Grand Prix des Fourmies
2005 Paris-Brüssel
2006 3 Etappen Giro d'Italia
2006 3 Etappen Tour de France
2006 Paris-Brüssel
2007 Etappe Tour Down Under
2007 Etappe Tirreno–Adriatico
2007 Etappe Tour de Romandie
2007 Etappe Giro d’Italia
2007 Etappe Tour de Suisse
2007 Etappe Tour de France
2007 Etappe Eneco Tour
2007 Paris-Brüssel
2008 Vattenfall Cyclassics
2008 Etappe Tour de Romandie
2008 2 Etappen Tour de Suisse
2008 Paris-Brüssel
2010 Etappe Eneco Tour
2011 Etappe Tour de Wallonie



Letzte Teams

1996–1999 Rabobank
2000–2001 Domo-Farm Frites
2002–2008 Lotto-Domo, Davitamon-Lotto, Predictor-Lotto, Silence-Lotto
2009-2010 Katusha
2011 RadioShack
2012 GreenEdge, Orica-GreenEdge
Karriereende

 

Robbie McEwe