Paris - Nizza / Paris - Nice

 

Der Rennverlauf 2011 Etappe 5 - 8

Do. | 10.03. 5. Etappe:  Saint-Symphorien-sur-Coise – Vernoux-en-Vivarais (194 km)

Noch 168 Fahrer treten zum Start der Königsetappe der Rundfahrt an. Bei sehr guten Wetterbedingungen sind sieben Bergwertungen, davon zwei der ersten Kategorie, in das Rennprofil eingebaut.

Nach rund 25 km kann sich eine Gruppe von 6 Fahrern vom Feld absetzen. Am aktivsten fährt dabei der Niederländer Lieuwe Westra (Team Vacansoleil-DCM), der insgesamt 25 Bergpunkte gewinnen kann und damit an die zweite Stelle der Bergwertung vorrückt.

Vor dem letzten Berg zum 765 m hohen Cil de la Mure (Kat.1) sind die Ausreisser eingeholt und das Feld geschlossen. Auf dem 7 km langen zum Teil 10 Prozent steilen Anstieg teilt sich das Hauptfeld aber schnell in mehrere Gruppen.

Acht Fahrer können sich absetzten und ihren Vorsprung auf der anschliessenden Abfahrt halten. Sie kommen zusammen auf die Zielgerade. Dort zieht Janez Brajkovic (Team RadioShack) den Sprint für seinen Mannschaftskollegen Andreas Klöden an. Dieser gewinnt um wenige Zentimeter vor dem Olympiasieger Samuel Sanchez (Team Euskaltel-Euskadi) und Matteo Carrara (Team Vacansoleil-DCM).

Andreas Klöden übernimmt durch die Zeitgutschrift für den Sieger nun auch die Gesamtführung der Rundfahrt. Tony Martin (Team HTC-Highroad) belegt den vierten Platz.

Fr. | 11.03. 6. Etappe: Rognes – Aix-en-Provence (27 km) - Einzelzeitfahren

Das Ergebnis des Einzelzeitfahrens ist - nach Auffassung der meisten Experten - entscheidend für das Gesamtergebnis der Rundfahrt.

Bei trockenem, windstillen Wetter sind die Voraussetzungen für alle Fahrer gleich. Der erste Teil der Strecke ist flach, im zweiten Abschnitt ist ein kleiner Anstieg zu bewältigen.

Tony Martin (Team HTC-Highroad), als Viertletzter ins Rennen gegangen, fährt überragend und gewinnt vor Bradley Wiggins (Team SKY). Der Australier Richie Porte (Team Saxo Bank Sungard) belegt Platz drei. Der bisherige Träger des Gelben Trikots, Andreas Klöden (Team RadioShack), fährt auf Rang vier ins Ziel.

Tony Martin, immerhin Bronzemedaillengewinner im Zeitfahren der Weltmeisterschaft 2010, galt vor dem Rennen sicher als Mitfavorit. Dass er aber auf Bradley Wiggins immerhin 20 Sekunden Vorsprung herausfahren kann, überrascht doch. Er übernimmt damit die Führung der Gesamtwertung und gilt nun als designierter Sieger von Paris-Nizza 2011. Andreas Klöden liegt auf dem zweiten Rang, gefolgt von Bradley Wiggins.

Sa. | 12.03. 7. Etappe:  Brignoles – Biot Sofia-Antipolis (215,5 km)

Auf der längsten Etappe der Rundfahrt sind fünf Anstiege zu bewältigen. Die schwierigsten - Cote de Kids und Col du Ferrier - liegen allerdings über 100 km vor dem Ziel. Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs von Team RadioShack (mit Andreas Klöden, Janez Brajkovic und Levi Leipheimer) auf das Gelbe Trikot von Tony Martin ist also nicht sehr hoch.

Nach rund 70 km können sich Karsten Kroon (BMC Racing) und Eric Berthou (Team Acqua & Sapone) recht deutlich vom Feld absetzen. Ihr Vorsprung beträgt maximal 7 Minuten und Eric Berthou kann 27 Bergpunkte sammeln.

Nachdem Eric Berthou zurückfällt, kann Karsten Kroon sich noch bis 13 km vor dem Ziel an der Spitze halten. Beim Zusammenschluss mit dem Feld greifen einzelne Fahrer an. Da das Feld auch durch Stürze, u.a. von Heinrich Haussler, nicht konzentriert nachfährt, kommt Remy di Gregorio (Team Astana) alleine auf die ansteigende Zielgerade. Er gewinnt - auf regennasser, glatter Strasse - vor Samuel Sanchez (Team Euskaltel-Euskadi) und Rigoberto Uran (Team Sky).

In der Gesamtwertung führt weiterhin Tony Martin vor Andreas Klöden.

So. | 13.03. 8. Etappe:  Nizza – Nizza (124 km)

Traditionell wird die letzte Etappe dieser Rundfahrt von Fluchtgruppen gestaltet. Das bergige Streckenprofil, mit zwei Anstiegen der 1sten Kategorie im letzten Teil der Strecke, führen regelmässig zu einem Auseinanderfallen des Feldes.

Nachdem auf bzw. nach der 7. Etappe weitere 25 Rennfahrer ausgeschieden sind, gehen bei strömenden Regen noch 137 Teilnehmer an den Start zum Rundkurs um Nizza.

Etwa bei Kilometer 35 kann sich eine Gruppe von zuerst 10 Fahrern vom Feld absetzen. Darunter ist Remi Pauriol (Team FDJ), der noch einige Bergpunkte zur Absicherung seines Bergtrikots gewinnt. Da in der Gruppe auch Matteo Carrara (Team Vacansoleil-DCM) fährt, der als 11. nur 2'35'' Rückstand in der Gesamtwertung hat, kontrolliert das Hauptfeld den Abstand zu den Ausreissern.

Bis zum letzten Anstieg - 15 km vor dem Ziel - liegen nur noch zwei Fahrer etwa 1'30''  vor der Gruppe mit allen Favoriten auf den Gesamtsieg. In einer Abfahrt, 10 km vor dem Ziel, lässt der französische Meister Thomas Voelcker (Team Europcar) seinen letzten Begleiter, den Italiener Diego Ulissi (Team Lampre-ISD) stehen und gewinnt diese Etappe recht deutlich. Dritter wird Julien el Fares (Team Cofidis).

Der Gesamtsieg von Tony Martin, der mit allen anderen Spitzenreitern in der Gesamtwertung ins Ziel kommt, gerät nicht mehr in Gefahr. Er gewinnt Paris-Nizza 2011 vor Andreas Klöden und Bradley Wiggins.

Heinrich Haussler kann sich das Trikot des Punktbesten sichern und der Este Rein Taaramae - Vierter in der Gesamtwertung - gewinnt das Weisse Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

 

 

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Paris-Nizza 2011

Rennverlauf:

Etappe 1-4
Etappe 5-8

Etappenwertung - Platz 1-3

Endergebnis

 Samuel Sanchez

Samuel Sanchez wird auf der fünften Etappe Zweiter, ganz knapp geschlagen von Andreas Klöden.

 

Tony Martin

Tony Martin gewinnt das Einzelzeitfahren bei Paris-Nizza 2011.

 

 

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