Die Polen-Rundfahrt - Tour de Pologne

Das sportliche Grossereignis in Polen

 

Die Polen-Rundfahrt (Tour de Pologne) ist ein Etappenrennen für Radprofis. Erstmals wurde sie 1928 gestartet und mit Unterbrechungen jährlich durchgeführt. Sie hat also eine über 80jährige Tradition.

Ins Leben gerufen und organisiert wurde sie zuerst von der Warsaw Cycling Society und der Zeitung Przeglad Sportowy. Mit der Tour de France als Vorbild sollte sie zu einem der ganz grossen  Sportereignisse in Polen werden.

Nach dem Weltkrieg dürfen bis 1992 ausschliesslich Amateur-Radsportler an der Rundfahrt teilnehmen. 1993 übernimmt der ehemalige Radprofi und Olympiamedaillengewinner Czeslaw Lang mit seinem Team die Organisation und internationalisiert das Rennen. Es nehmen nun Profis wie Andy Hampsten, Marco Pantani, Jens Voigt, Peter van Petegem, Tom Steels, Jaan Kirsipuu, Alexander Vinocourov, Stuart O'Grady und Danilo Di Luca teil.

Die UCI nimmt die Veranstaltung 2004 als Class 2.2 Rennen in ihren Kalender auf. Um auch den osteuropäischen Profi-Radsport zu fördern, wird die Polen-Rundfahrt 2005 - für viele überraschend - zu einem UCI ProTour bzw. ab 2011 zu einem UCI WordTour Rennen. Damit gehört sie zu den weltweit bedeutendsten Landesrundfahrten. Innerhalb Polens gilt sie ohnehin als das grösste einheimische Sportereignis. Sie wird weiterhin perfekt organisiert von ihrem charismatischen Direktor Czeslaw Lang.

Die Polen-Rundfahrt wird heute in 7 bis 8 Etappen durchgeführt. Die Gesamtlänge beträgt zwischen 1.100 und 1.300 Kilometern, wobei die einzelnen Etappen zwischen 120 und 230 km lang sind. Ausgetragen wird das Radrennen jährlich Ende Juli bzw. Anfang August, es dient daher vielen Fahrern als Vorbereitung auf die Vuelta a Espana.

Das Streckenprofil kommt eher den Sprintern und Rouleuren als den Bergfahrern entgegen. Die meisten Etappen sind flach und werden oft im Massensprint entschieden. Auch die 2-3 Etappen mit Anstiegen bieten keine ganz grossen Schwierigkeiten. Charakteristisch für fast alle Streckenabschnitte ist, dass vor dem Ziel mehrere Runden (meist um die 10 km lang) gefahren werden. Einzelzeitfahren oder gar Mannschaftszeitfahren stehen nicht auf dem Programm.

Der Führende der Rundfahrt trägt das Gelbe Trikot, das Blaue Trikot trägt der Fahrer mit der grössten Punktezahl und das Violette Trikot kann sich der Profi mit den meisten Bergpunkten überstreifen. Eine Besonderheit ist das Rote Trikot, es wird getragen vom Fahrer mit den meisten Punkten aus Zwischenwertungen.

Neben dem Weltmeister Alessandro Ballan und Kim Kirchen konnten sich auch schon zwei Deutsche in die Siegerliste der Polen-Rundfahrt eintragen: 2006 gewinnt Stefan Schumacher und 2008 Jens Voigt.


Pieter Weening gewinnt die Polen Rundfahrt 2013

Der Italiener Diego Ulissi (Team Lampre Merida) ist der Endschnellste einer 15 Fahrer starken Spitzengruppe, die mit einem Vorsprung von 53 Sekunden das Ziel erreicht. Er gewinnt die erste Etappe vor Darwin Atapuma (Team Columbia) und Rafal Majka (Team Saxo Tinkoff).

Der Franzose Christophe Riblon (Team AG2 La Mondiale) gewinnt die schwere Dolomiten-Etappe zum Passo Pordoi mit über einer Minuten Vorsprung vor dem Österreicher Thomas Rohregger (Team RadioShack-Leopard). Durch seinen fünften Rang kann sich der Pole Rafal Majka an die Spitze der Gesamtwertung setzen. 

Die dritte Etappe gewinnt der Norweger Thor Hushovd (Team BMC Racing) im Massensprint. 7 Km vor dem Ziel der vierten Etappe greift der Amerikaner Taylor Phinney (Team BMC Racing) aus dem Hauptfeld heraus an. Der hervorragende Zeitfahren kann einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel retten. Der zweiten Platz belegt der Australier Steele Von Hoff (Team Garmin-Sharp). Rafal Majka verteidigt die Führung in der Gesamtwertung.

Der fünfte Tagesabschnitt endet erneut mit einem Sieg von Thor Hushovd im Massensprint. Durch Zeitgutschriften auf der Strecke kann Jon Izaguirre (Team Euskaltel-Euskadi) die Führung in der Gesamtwertung übernehmen.

Darwin Atapuma (Team Columbia) gewinnt die recht schwere Bergankunft auf der sechsten Etappe. Der Franzose Christophe Riblon kann sich die Führung in der Gesamtwertung zurück erobern.

Das abschliessende Einzelzeitfahren (37 km) gewinnt der Brite Bradley Wiggins (Team Sky Procycling) mit fast einer Minute Vorsprung vor Fabian Cancellara (Team RasioShack-Leopard). Durch seinen 6. Rang sichert sich der Niederländer Pieter Weening (Team Orica GreenEdge) den Gesamtsieg in der Polen-Rundfahrt 2013.

 

  Etappe Gewinner Team Land
         
1. Rovereto - Madonna di Campiglio Ulissi, Diego LAM ITA
2. Marilleva Val di Sole - Passo Pordoi Riblon, Christophe ALM FRA
3. Kraków - Rzeszów Podkarpackie Hushovd, Thor BMC NOR
4. Tarnów - Katowice Phinney, Taylor BMC USA
5. Nowy Targ - Zakopane Hushovd, Thor BMC NOR
6. BUKOVINA Terma Hotel Spa - Bukowina Tatrzańska Atapuma, Darwin COL COL
7. Wieliczka - Kraków (EZF) Wiggins, Bradley SKY GBR

 

  Sonderwertung Gewinner Team Land
         
1. Gesamtwertung Weening, Pieter OGE NED
2. Izaguirre, Jon EUS ESP
3.   Riblon, Christophe ALM FRA
         
  Bergwertung Marczynski, Tomasz VCD POL
  Sprintwertung Majka, Rafal TST POL
         
  Mannschaftswertung Radioshack Leopard RLT LUX

 

 

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Polen-Rundfahrt 2013


27.Juli bis 3.August

 

Marciej Bodnar

Die einheimischen Fahrer werden natürlich besonders unterstützt, so etwa Marciej Bodnar.

 


Polen-Rundfahrt 2012


Etappenübersicht - Platz 1-3
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Polen-Rundfahrt 2011


Etappenübersicht - Platz 1-3
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Polen-Rundfahrt 2010


Etappenübersicht - Platz 1-3
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