Tirreno–Adriatico

 

Der Rennverlauf 2011 Etappe 4 - 7

Sa. | 12.03. 4. Etappe: Narni - Chieti  (240 km)

Das Profil der langen Etappe zeigt ein ständiges Auf und Ab. Es sind zwar keine grossen Berge zu bewältigen, aber die vielen Hügel und vor allem die ansteigende Zielgerade, mit einer Steigung von bis zu 12 Prozent, lassen den Sieg eines reinen Sprinters als ausgeschlossen erscheinen.

Nach 24 Rennkilometern kann sich eine Gruppe von drei Fahrern vom Hauptfeld absetzen. Mickael Cherel (Team AG2R La Mondiale), Sebastian Lang (Team Omega Pharma-Lotto) und Gorazd Stangelj (Team Astana) können einen Vorsprung von maximal 15'25'' herausfahren.

Rund 20 km vor dem Ziel wird aber der letzte Ausreisser von einem Feld mit 50 Fahrern - darunter alle Favoriten auf den Rundfahrtsieg - eingeholt.

Am Anfang des steilen - 1,4 km langen  - Zielabschnitts greift der Italiener Michele Scarponi (Team Lampre-ISD) an. Er kann sich absetzen und vor seinem Landsmann und Teamkameraden Damiano Cunego gewinnen. Dritter wird der Weltmeister von 2009, der Australier Cadel Evans (Team BMC Racing).

Die Führung in der Gesamtwertung der Rundfahrt übernimmt nun der Niederländer Robert Gesink (Team Rabobank) vor Cadel Evans.

 

So. | 13.03. 5. Etappe:  Chieti - Castelraimondo (244 km)

Bei der Königsetappe der Rundfahrt Tirreno-Adriatico 2011 sind insgesamt rund 3000 Höhenmeter zu bewältigen. Nach rund 140 Km steht der Sasso (1455 m), das Dach der Rundfahrt (Cima Coppi), auf dem Programm.

Bei teilweise nassen Strassen bergen auch die steilen Abfahrten grosse Gefahren. Anstiege und Abfahrten wechseln auf diesem Teilabschnitt ständig ab.

Schon nach 7 km bildet sich eine Ausreissergruppe mit fünf Fahrern. Mit dabei sind Fabian Wegmann (Team Leopard-Trek), Davide Malacarne (Team Quick Step) und Andrey Amador Bakkazakova (Team Movistar). Ihr Vorsprung steigt ständig und beträgt maximal 11'25''.

Fabian Wegmann kann einige Bergwertungen gewinnen, später aber den Anschluss an Andrey Amador Bakkazakova und Davide Malacarne nicht mehr halten.

Fast scheint es, als könnten die letzten zwei Ausreisser zumindest einen ganz knappen Vorsprung ins Ziel retten. Doch auf der ansteigenden Zielgeraden ist die Gruppe der Favoriten dran und übersprintet Andrey Amador Bakkazakova, der sich bis zum Schluss verzweifelt gewehrt hat.

Es gewinnt der Belgier Philippe Gilbert (Team Omega Pharma-Lotto) vor dem Niederländer Wouter Poels (Team Vacansoleil-DCM) und den Italierner Damiano Cunego (Team Lampre-ISD).

In der Gesamtwertung gibt es einen Führungswechsel. Der neue Mann im Blauen Trikot ist nun Cadel Evans (Team BMC Racing) mit nur 2 Sekunden Vorsprung vor Ivan Basso (Team Liquigas-Cannondale). Der bisherige Spitzenreiter, Robert Gesink (Team Rabobank), fällt auf Rang 5 zurück.

 

Mo. | 14.03. 6. Etappe: Ussita - Macerata (182 km)

Bei trockenem Wetter treten 152 Fahrer zur Etappe mit vielen Hügeln und einem schwierigen letzten Streckenverlauf an. Vor dem Ziel in Macerata ist viermal ein 14,75 km langer Rundkurs zu absolvieren. Dabei sind auf den jeweils letzten 2 km teilweise Anstiege von bis zu 15 Prozent zu bewältigen.

Nach schnellem Rennbeginn kann sich nach 44 km der Slowene Borut Bozic (Team Vacansoleil-DCM) vom Feld absetzen. Später gelingt es noch Bert Grabsch (Team HTC-Highroad) zum Spitzenreiter aufzuschliessen. Der Vorsprung des Duos beträgt teilweise fast sechs Minuten.

Insbesondere das Team Lampre-ISD macht für Damiano Cunego und Michele Scarponi, im Feld das Tempo. 16 km vor dem Ziel werden die beiden Ausreisser gestellt.

Angriffe aus dem nur noch rund 50 Fahrer grossen Hauptfeld bleiben erfolglos und so kommt eine Gruppe mit allen Favoriten auf den Gesamtsieg zum Zielanstieg. Es scheint, dass der Antritt des italienischen Meisters Giovanni Visconti (Team Farnese-Vini) erfolgreich ist, aber der Träger des Blauen Trikotst, Cadel Evans (Team BMC Racing), hat doch die grösseren Kraftreserven. Er gewinnt diese Etappe und baut durch die 10 Sekunden Zeitgutschrift seine Führung in der Gesamtwertung aus. Michele Scarponi belegt hinter Giovanni Visconti den dritten Platz.

Das Trikot des besten Bergfahrers der Rundfahrt kann sich Davide Malacarne (Team Quick Step) endgültig sichern.

Di. | 15.03. 7. Etappe:  San Benedetto del Tronto – San Benedetto del Tronto (9,3 km)  - Einzelzeitfahren

Das recht kurze, flache Zeitfahren endete mit einem Favoritensieg. Der vierfache Weltmeister im Einzelzeitfahren, Fabian Canellara (Team Leopard) konnte sich klar durchsetzen. Den zweiten Platz belegte Lars Boom (Team Rabobank) und Dritter wurde Adriano Malori (Team Lampre-ISD).

Spannend verlief der Kampf um den Sieg in der Gesamtwertung. Der als viertletzter Fahrer gestartete Niederländer Robert Gesink (Team Rabobank) legte eine hervorragende Zeit hin. Ivan Basso (Team Liquigas-Cannondale), eigentlich auch ein Zeitfahrspezialist, konnte die Hoffnungen seiner Landsleute nicht erfüllen und blieb deutlich hinter der Zeit von Robert Gesink zurück. Damit fiel er auch in der Gesamtwertung auf den vierten Platz zurück. Auch Michele Scarponi konnte die Zeit des Niederländers nicht unterbieten. Er sicherte sich aber immerhin noch einen Platz auf dem Siegerpodest.

Im Blauen Trikot -als letzter am Start- zeigte Cadel Evans (Team BMC Racing) keine Nerven. Er konnte seinen knappen Vorsprung verteidigen und die Rundfahrt Tirreno–Adriatico 2011 damit gewinnen.

 

 

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Tirreno–Adriatico 2011

Rennverlauf:

Etappe 1-3
Etappe 4-7

Etappenwertung - Platz 1-3

Endergebnis

Cadel Evans

Nach der vierten Etappe liegt der Australier Cadel Evans an zweiter Position in der Gesamtwertung.

 

Philippe Gilbert

Philippe Gilbert gewinnt die Königsetappe der Rundfahrt.

 

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