Teamwertung - Mannschaftswertung

Bei den drei grossen Landesrundfahrten - Giro d'Italia, Tour de France und Vuelta a Espana - und bei allen Etappenrennen der WorldTour wird eine Teamwertung ausgetragen. Auch bei vielen Rundfahrten der EuropaTour, und seltener bei Eintagesrennen, wird die beste Mannschaft gesucht und ausgezeichnet.

Dabei gelten folgende Regeln: pro Etappe werden die Zeiten der besten drei Fahrer jedes Teams addiert. Die einzelnen Etappengesamtzeiten werden dann - genau wie bei der Einzelwertung - für die Gesamtwertung zusammengezählt.

Es zählen also am Ende der Rundfahrt nicht die drei besten Fahrer des Teams in der Gesamtwertung, sondern jeweils immer nur die drei Besten der einzelnen Etappen.

Gehört ein Fahrer beispielsweise auf der ersten Etappe zu den drei Zeitbesten seines Teams, tritt aber auf der zweiten Etappe nicht mehr zum Rennen an, so geht seine Zeit der ersten Etappe trotzdem in die Gesamtwertung ein.

Um in die Teamwertung zu kommen, müssen mindesten drei Fahrer einer Mannschaft im Rennen bleiben.

Das in der Wertung führende Team trägt keine Sondertrikots. Teilweise - etwa bei der Tour de France - wird aber eine spezielle Startnummer - etwa gelb auf schwarzem Grund - vergeben. Neben der Teilnahme an der Siegerehrung (pro Etappe) wird für den Gesamtsieg in der Teamwertung auch ein ordentliches Preisgeld ausgesetzt (50.000 Euro bei der Tour de France). Die Mannschaftskasse kann damit sehr gut aufgebessert werden.

Die Mannschaftswertung hat in der Öffentlichkeit unterschiedliche Bedeutung. Während sie etwa in Deutschland - insbesondere vom "Radsportjournalismus" - weitgehend ignoriert wird, spielt sie in Ländern wie Spanien eine sehr grosse Rolle.

Auch die Teamchefs sehen diese Wertung recht unterschiedlich. Für Mannschaften, die keinen Fahrer für eine Spitzenposition im Gesamtklassement im Rennen haben und auch bei Massensprints zumeist die hinteren Plätze belegen, ist die Teamwertung doch eine gute Möglichkeit, sich und die Sponsoren in der Öffentlichkeit gut zu repräsentieren. Dadurch kann auch mannschaftliche Geschlossenheit sowie Teamgeist gefördert und demonstriert werden.

Gerade bei der Beurteilung von Rennsituationen und Renntaktiken neigen gerade "Journalisten" aus Deutschland dazu, Aktionen für die Teamwertung nicht zu erkennen. So kann etwa eine kleine Zeitgutschrift bei Zwischensprints - etwa von Ausreissern - Vorteile in der Mannschaftswertung bringen. Nachführarbeiten im Hauptfeld werden auch oft von der Situation in der Teamwertung hervorgerufen.

 

 

 

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