Mannschaftszeitfahren - Teamzeitfahren

Ein grosser Event bei den dreiwöchigen Landesrundfahrten

 

Das Mannschaftszeitfahren (kurz MZF, auch Teamzeitfahren genannt, engl: Team Time Trial, kurz TTT) ist eine der anspruchsvollsten und spektakulärsten Disziplinen im Strassen-Radrennsport. Die Länge des Rennes liegt meist zwischen 15 und 40 Kilometern.

Die einzelnen Profiteams treten dabei gegeneinander, um die beste Zeit an. Je nach Streckenlänge beträgt der Zeitabstand beim Start zwischen 2 und 5 Minuten. Es müssen alle noch im Rennen verbliebenen Fahrer der einzelnen Mannschaften starten, im Ziel gewertet werden aber nur eine vom Veranstalter festgelegte Zahl von Fahrern. Abgehängte Fahrer, die sich nicht an andere Mannschaften anhängen dürfen, bekommen im allgemeinen nicht die Zeit Ihres Teams, sondern ihre persönliche Zeit angerechnet.

Das Mannschaftszeitfahren wird heute in erster Linie in manchen Jahren bei den drei grossen Landesrundfahrten (Giro de Italia, Tour de France und Vuelta a Espana) ausgetragen. Früher war es auch bei den Olympischen Spielen (von 1960 bis 1992) und in der ProTour (Eindhoven) vertreten.

Die Disziplin ist gerade bei den Etappenrennen umstritten, da sie starke Fahrer für die Gesamtwertung, wenn deren Team eher schwach ist, benachteiligt. Zwar wird das Mannschaftszeitfahren meist an den ersten Tagen der Rundfahrt durchgeführt, dennoch können schon einzelne Fahrer - etwa durch Stürze - ausgefallen sein. Die entsprechenden Teams sind also doppelt bestraft. Bei Tour, Giro und Vuelta starten - soweit noch im Rennen - 9 Fahrer und es wird die Zeit des 5. Fahrers im Ziel gewertet. Um bei längeren Strecken die Zeitabstände für die Einzelwertung nicht zu gross werden zu lassen, kann die Jury eine Deckelung der Zeitabstände festlegen.

Renntaktisch wird heute von den meisten Teams bevorzugt, den einzelnen Fahrer an der Spitze einige hundert Meter fahren zu lassen. Dann lässt er sich ans Ende der Fahrerreihe zurückfallen und ein anderer "steht vorne im Wind". Es ist im Grunde die gleiche Arte des Fahrens wie die Nachführarbeit eines Teams im Feld, muss also nicht extra geübt werden.

Anders ist dies beim belgischen Kreisel (oder nur Kreisel). Hier ist der einzelne Rennfahrer nur ganz kurz an der Spitze. Er lässt sich dann an der windabgekehrten Seite zurück fallen und reiht sich hinten ein. Die Formation befindet sich also in einer Art Kreiselbewegung. Vom ersten Eindruck her erscheint es so, als würden zwei Reihen nebeneinander fahren. Der belgische Kreisel bringt wahrscheinlich nur bei sehr starkem Gegenwind und bei entsprechender Übung einen Zeitvorteil.

Es wir heute in jedem Fall mit Zeitfahrrädern gefahren, hinten also mit Scheibenrad.

 

 

 

Anzeige

 

Michael Rogers

Der Australier Michael Rogers war beim Mannschaftszeitfahren oft die Lokomotive für für sein Team.

 

Disziplinen und Begriffe

Das Einzelzeitfahren

Das Mannschaftszeitfahren

Das Grupetto

Der Besenwagen

Die Einschreibkontrolle

 

Gustav Larsson

Gustav Larsson - im Mannschaftzeitfahren eine Bank.