Startnummern-Vergabe

 

Bei einer grossen Landesrundfahrt wie der Tour der France 2011 gehen 22 Profiteams mit jeweils 9 Fahrern an den Start. Damit hat das Rennen insgesamt 198 Teilnehmer.
Die höchste - am Rücken und am Rennrad - befestiget Starnummer ist aber nicht die 198, sondern die 219. Wie kommt dass?

Tatsächlich setzen sich die vergebenen Startnummern aus zwei Teilen zusammen. Im ersten Teil werden die Teams durchnummeriert, wobei mit der 00 begonnen wird. Das letzte von 22 Teams erhält also die Nummer 21.

Der zweiten Teil der dreistelligen Nummer zeigt die Fahrer innerhalb des Teams. In unserem Tour de France Beispiel werden also die Nummern 1 bis 9 vergeben.

Beispielsweise tragen also die Fahrer des Teams mit der Nummer 15 die Nummern 151, 152, 153,..bis 159. Die Fahrer der Teams mit den Nummern 00, 01, 02... werden zwar in den Ergebnislisten meist mit 00, 01, 02, 03...bis 09 aufgeführt, tragen aber auf den Rücken nur die Nummern 1,2,3,...bis 99. Die vorstehenden Nullen wird also weggelassen.

Im allgemeinen erhält der Vorjahressieger eines Rennens die Startnummer 1. Seine Teamkollegen haben damit automatisch die Nummern 2 bis 9. Sollte der Titelverteidiger nicht am Start sein, so wird vom Veranstalter ein anderen Fahrer ausgewählt. So wurde etwa -bei der Vuelta a Espana 2010- Inigo Cuesta mit der 1 ins Rennen geschickt. Es sollte damit für seine 17. Teilnahme bei dieser Rundfahrt geehrt werden.

Innerhalb der Teams erhält der Kapitän meist die Startnummer 1. Die anderen Nummern werden dann nach Alphabet vergeben. Beispielsweise trug Haimar Zubeldia -aus dem Team 07 RadioShack- bei der Tour de France 2011 die Startnummer 79. Bei diesem Nachnamen wäre ihm die 9 auch in allen anderen Teams "sicher" gewesen.

Nun gibt es, wie im Radsport üblich, keine Regel ohne Ausnahme. Beim Giro de Italia 2011 fuhr der amtierende italienische Meister Giovanni Visconti mit - eigentlich nicht möglicher - Startnummer 150. Durch die Vergabe dieser Nummer wollte die Rennleitung an die Gründung Italiens vor 150 Jahren erinnern. Ab dem Jahr 2012 soll beim Giro die Nummer 108 nicht mehr vergeben werden. Dies war 2011 die Startnummer des tödlich verunglückten Belgiers Wouter Weylandt.

 

 

 

Anzeige

 

Disziplinen und Begriffe

Das Einzelzeitfahren
Das Mannschaftszeitfahren
Das Grupetto
Der Besenwagen
Die Einschreibkontrolle
Die Teamwertung


 

Bild: die Startnummer

Marcus Burghardt, im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, trägt hier die Startnummer 231. Er fährt also im Team 23 und ist selbst der Kapitän, oder falls diese Position nicht vergeben wurde, der erste Fahrer der Mannschaft nach dem Alphabet.