Vorbericht

Vuelta a Espana 2012

 

Streckenübersicht

 

Die Strecke der 67. Vuelta a Espana ist in zwanzig Etappen aufgeteilt. Die Gesamtlänge der Rundfahrt beträgt etwa 3.280 Kilometer. Das Rennen pausiert an zwei Tagen (Ruhetage). Neben einem Teamzeitfahren und einem Einzelzeitfahren, stehen 9 Flachetappen, 4 Mittelgebirgsetappen und 6 Hochgebirgsetappe mit insgesamt 10 Bergankünften auf dem Programm.

Alle Teilabschnitte liegen im nördlichen Teil Spaniens. Der Zielort der letzten Etappen - Madrid - ist der südlichste Streckenpunkt der Vuelta 2012. Nur bei der Fahrt nach Andorra wird die Landesgrenze Spanien's überschritten.

Die Vuelta a Espana 2012 beginnt am Samstag, den 18. August in Pamplona und endet am Sonntag, den 9.September in Madrid.

Anders als bei der Tour de France 2012 bevorteilt das gesamte Streckenprofil der Vuelta eindeutig die reinen Bergspezialisten. Der Veranstalter setzt in diesem Jahr ganz auf spektakuläre Bergetappen mit Bergankünften. Auch bei den Mittelgebirgsetappen ist vor dem Ziel meist ein Anstieg zu bewältigen. Bei 4 bis 5 total flachen Etappen sollten auch die Sprinter eine gute Chance haben. Auf einigen Teilabschnitten werden sie aber gegen die Karenzzeit kämpfen müssen.

 

Teams und Favoriten

Teilnahmeberechtigt und verpflichtet sind die 18 ProTeams (siehe Aufstellung rechte Spalte) und vier vom Veranstalter eingeladene Professional Continental Teams. Eine Wildcard haben bekommen: Andalucia (ACG), Caja Rural (CJR) - beide aus Spanien - Cofidis (COF) aus Frankreich und Argos-Shimano (ARG) aus den Niederlanden. Alle Teams treten mit maximal 9 Fahrern an.

Ob Juan Jose Cobo (Team Movistar) seinen Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen kann, scheint angesichts seiner bisherigen Saisonergebnisse doch fraglich. Der 2. des letzten Jahres,  Christopher Fromme (Team Sky Procycling) war in den letzten Monaten in besserer Form. Möglichweise hat er aber doch bei der Tour de France und den Olympischen Spielen (Bronzemedaille im Einzelzeitfahren) schon viele Kräfte gelassen. Seine beiden Mannschaftskollegen Rigoberto Uran und Sergio Luis Henao könnten bei einer Schwäche von Christopher Froome wohl schnell die Kapitänsrolle übernehmen.

Letztlich ist wohl doch Alberto Contador (Team Saxo Bank-Tinkoff Bank) der ganz grosse Favorit auf den Gesamtsieg. Er ist ausgeruht und sicher von allen Fahrern am meisten motiviert. Auch das Streckenprofil scheint ganz auf ihn zugeschnitten zu sein.

Die oft kurzen aber steilen Anstiege vor dem jeweiligen Etappenziel könnten aber auch Joaquin Rodriguez (Team Katusha) entgegen kommen. Er gehört genauso zu den aussichtsreichsten Fahrern wie sein spanischer Landsmann Igor Anton (Team Euskaltel-Euskadi).

Vordere Platzierungen in der Gesamtwertung sind sicher auch Roman Kreuziger (Team Astana), Thomas De Gendt (Team Vacansoleil-DCM) und Robert Gesink (Team Rabobank) zuzutrauen.

Das Grüne Trikot des besten Sprinters gewannen in den letzten Jahren meist Klassements- oder gar Bergfahrer. Die reinen Sprinter hatten oft schon vor dem Ziel in Madrid - mit Hinweis auf ihre Weltmeisterschaftsvorbereitung - die Segel gestrichen. In diesem Jahr sind die Asse dieser Fahrerkategorie Mark Cavendish oder Andre Greipel überhaupt nicht am Start. Dies ist vielleicht die grosse Chance für Leute wie Koldo Fernandez (Team Garmin-Sharp), Jose Joaquin Rojas (Team Movistar), Daniele Bennati (Team RadioShack-Nissan), Ben Swift (Team Sky-Procycling) oder John Degenkolb (Team Argos-Shimano) entsprechende Erfolge einzufahren.

Schon viermal hat David Moncoutie (Team Cofidis) die Bergwertung der Vuelta a Espana gewonnen. Und auch in diesem Jahr ist er der grosse Favorit auf den Sieg in dieser Sonderwertung. Vielleicht können ihm z.B. die Niederländer Pieter Weening (Team Orica-GreenEdge) und Laurens ten Dam (Team Vacnsoleil-DCM) etwas Paroli bieten.